Mit Märchen Trauernde begleiten

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Märchen sind – wie alle Kunst –  ein Versuch, Erfahrungen in Geschichten zu verdichten. Und während Vieles die Welt oft skeptisch, pessimistisch oder resigniert deutet, erzählen Märchen zumeist vom guten Ende und geben so Anlass zur Hoffnung.

Das Malteser Hospiz-Zentrum „Bruder Gerhard“ und Diakonie-Hospiz Volksdorf laden  ein zu einer gemeinsamen Veranstaltung im Rahmen der Hamburger Hospizwoche:

Am Dienstag, den 17. Oktober, wird Dr. Heinrich Dickerhoff ausgewählte Märchen im Konventsaal an der Kirche am Rockenhof, vortragen und über die Möglichkeit sprechen, mit Märchen Trauernde zu begleiten. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr). Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. 

Märchen sind weder Patentrezepte noch Allheilmittel. Gleichwohl können Märchen dazu einladen, eigene Trauer-Erfahrungen neu anzuschauen und manchmal auch Sinn-Reserven aufzuspüren, die in uns verborgen sind. Dieses wird an diesem Abend anhand praktischer Beispiele vorgestellt.

Dr. Heinrich Dickerhoff ist seit 25 Jahren Märchenerzähler und war bis 2012 Präsident der Europäischen Märchengesellschaft. Der Pädagogische Direktor der Katholischen Akademie Stapelfeld/Cloppenburg hat auch ein Buch zu Märchen in der Sterbe- und Trauerbegleitung geschrieben.

Restmülltonnen verkleinern, Gebühren sparen

Die Abfallentsorgung durch die Stadtreinigung Hamburg wird für die Haushalte gebühren- freundlicher und in bestimmten Fällen günstiger.

Das geht aus einer Entscheidung hervor, die der Hamburger Senat heute zur so genannten Abfallbehälternutzungsverordnung getroffen hat.

 

Sinn der Änderung ist es, Anreize für Privathaushalte zu schaffen, Wertstoffe verstärkt getrennt zu sammeln. Dies geschieht durch die Reduzierung des Restmüllbehälter-Volumens (schwarze Tonne) und eine entspre­chende Verringerung der Gebühren.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Das geringste mögliche Volumen der schwarzen Tonne wird von 30 Liter auf 15 Liter pro Woche und Haushalt gesenkt.
  • Haushalte, die den Müll sehr gut trennen und somit wenig Abfall produzieren und auch Ein-Perso­nen-Haushalte werden damit durch eine geringere Gebühr belohnt. Für Einzelhausbewohner wird dieses Mindestvolumen durch eine 4-wöchige Leerung einer 60-Liter-Tonne möglich (60:4=15 Liter). Je nach Größe der Mülltonnen können damit etwa 2 bis 3 Euro pro Haushalt und Mo­nat gespart werden.
  •  Wenn Sie eine 14-tägige Müllabfuhr vereinbart haben, vermindert sich die Müllgebühr generell um ca. 8 Prozent.

Altbaugrundstücke, in denen es aus Platzmangel keine Restmülltonnen geben kann, können jetzt leichter entsorgt werden, da auch weiter entfernt liegende Grundstücke einbezogen werden dür­fen. Dies erweitert die Möglichkeiten, Lösungen für die Abschaffung der „Rosa Säcke“ zu finden und damit die Sauberkeit der Stadt zu verbessern.

Bitte etwas Herbstlaub liegen lassen

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Jetzt im Herbst wirbeln bunt gefärbte Blätter durch die Luft und bedecken Rasenflächen, Blumenbeete und Bürgersteige. Zur Beseitigung des Herbstlaubes kommen oft Laubsauger und Laubbläser  zum Einsatz. Für den Sog werden Luftgeschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern und Saugleistungen von etwa zehn Kubikmeter pro Minute erzeugt. Mit den Geräten kann das Laub bis in den letzten Winkel des Gartens beseitigt werden. Für tierische Gartenbewohner wird das zum Problem.

„Kleinlebewesen, die den Boden und die Krautschicht bewohnen, werden durch Laubbläser und Laubsauer gefährdet. Käfer, Spinnen, Tausendfüßer, Asseln und Amphibien können sich kaum dem Turbo-Blas- bzw. Saugstrom widersetzen“, erklärt Marco Sommerfeld vom NABU. Laubsauger verletzen die größeren und verschlingen die kleinen Tiere bis hin zu Fröschen und Molchen. Bei Laubsauggeräten mit Häckselfunktion werden sie meist im gleichen Arbeitsgang zerstückelt. Auch für Kleinsäuger ohne Fluchtverhalten, wie Igel und ihre Jungen, sind diese modernen Geräte lebensbedrohlich. Deshalb appelliert der NABU Hamburg, besser auf Laubsauger zu verzichten und lieber zu Besen und Rechen zu greifen oder das Laub insbesondere unter Sträuchern und Bäumen liegen zu lassen. Diese wilden Ecken werden unter anderem von Igeln gerne angenommen. Die stacheligen Gesellen beginnen jetzt mit der Suche nach einem Platz für den Winterschlaf und nutzen Laub- und Reisighaufen als Schutz vor der kalten Jahreszeit, ebenso wie viele Kleinlebewesen, die sich dorthin zurückziehen. Zusätzlich bieten die Laubhaufen für viele Vogelarten im Winter ideale Nahrungsflächen. Etwa Amseln finden hier ausreichend Futter.
Fotos: „NABU / B. Kunz“ (Igel) und „NABU / H. Mletzko“ (Amsel)