Am Sonntag zur Bundestagswahl

Hervorgehoben

Am kommenden Sonntag, den 24. September, wird der 19. Deutsche Bundestag gewählt. Von den rund 1,3 Millionen Hamburger Wahlberechtigten haben bereits etwa 360.000 (rd. 28 Prozent) Briefwahl beantragt, so viele wie noch nie zuvor. Ob dies auch einen Anstieg der Wahlbeteiligung (2013: 70, 3 Prozent) bedeutet, wird sich erst am Ende des Wahltages zeigen. Bereits jetzt ist aber feststellbar, dass die Anzahl der im Ausland lebenden Deutschen, die sich in das Hamburger Wählerverzeichnis eintragen lassen haben, deutlich von 2.328 (2013) auf aktuell 4.456 gestiegen ist.

Die Wahl wird an der Urne entschieden   –  JEDE STIMME ZÄHLT !

Briefwahl

Wer jetzt noch Briefwählen möchte, muss sich allerdings beeilen. Der Antrag kann nur noch bis Freitag, 18 Uhr gestellt werden – am besten direkt in der zuständigen bezirklichen Wahldienststelle und dort auch gleich vor Ort per Brief wählen.

Wichtig: Der rote Wahlbrief muss bis spätestens am Wahlsonntag (24. September) um 18 Uhr bei der Kreiswahlleitung eingegangen sein. Rote Wahlbriefe spätestens bis Mittwochabend (20. September) in die Post geben, ab Donnerstag (21. September) möglichst direkt im Bezirksamt abgeben oder in den Briefkasten vom Bezirksamt einwerfen.

Krank am Wahlsonntag?

Bei plötzlicher Erkrankung kann Briefwahl auch noch am Wahlsonntag bis 15 Uhr beantragt werden: Mit dem vorausgefüllten Antrag, aus der Wahlbenachrichtigung, kann auch eine Person zur Abholung der Wahlunterlagen bevollmächtigt werden: einfach unterschreiben und Bescheinigung über Krankenhausaufenthalt bzw. ärztliches Attest beifügen oder die plötzliche Erkrankung auf andere Weise glaubhaft machen. Die bevollmächtigte Person holt dann die Unterlagen in der Wahldienststelle ab und bringt anschließend den Wahlbrief bis 18 Uhr zur Kreiswahlleitung (Hausanschrift auf dem roten Wahlbrief).

Barrierefrei wählen

Die Anzahl der Wahllokale mit barrierefreiem Zugang konnte im Vergleich zur Bürgerschaftswahl 2015 um 41 auf 223 gesteigert werden. Ist das eigene Wahllokal nicht barrierefrei, kann mit dem Wahlschein aus den Briefwahlunterlagen in jedem Wahllokal des Wahlkreises gewählt werden. Alle Wahlberechtigten haben so die Möglichkeit, in einem barrierefreien Wahllokal zu wählen.

Auch zu dieser Wahl stellt der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (www.bsvh.org) Stimmzettelschablonen zur Verfügung. Blinde und sehbehinderte Wählerinnen und Wähler können die Stimmzettelschablonen sowie die Informationen zur Bundestagswahl auf Audio-CDs beim Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) unter Telefon 040-209 404-0 oder per E-Mail an info@bsvh.org  kostenlos anfordern.

„Dass Menschen mit Seheinschränkung unabhängig und geheim wählen können, ist die Grundvoraussetzung für eine inklusive Gesellschaft“, erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer beim BSVH. „Nur so können sie wie jeder andere Bundesbürgerin und jede andere Bundesbürger ihre politischen Interessen eigenständig vertreten.“ Die amtlichen Stimmzettel haben in der rechten oberen Ecke ein Loch. Dieses ist auf allen Stimmzetteln an gleicher Stelle angebracht, so dass keine Rückschlüsse auf die wählenden Personen möglich sind. Das Loch ist für den Einsatz des Stimmzettels bei den Stimmzettelschablonen gedacht. Beim Einlegen des Stimmzettels in die Schablone kann die blinde oder sehbehinderte Person ertasten, ob sie den Stimmzettel richtig mit der Vorderseite nach oben eingelegt hat.

Bei Fragen: Wahl-Hotline – 115

Wahlbenachrichtigung verlegt? Kein Problem. Man kann auch ohne Wahlbenachrichtigung mit seinem Personalausweis wählen. Welches Ihr Wahllokal ist und alle anderen Fragen zur Wahl beantwortet auch am Wahlwochenende jeweils von 8 Uhr bis 18 Uhr der Telefonische Hamburg-Service unter Telefon: 115.

Öffentliche Auszählung der Stimmzettel

Jede interessierte Person kann bei der Auszählung der Stimmzettel im Wahllokal dabei sein. Die Ergebnisermittlung darf aber nicht beeinträchtigt oder gestört werden. Die ehrenamtlichen Wahlvorstände zählen die Stimmzettel aus und entscheiden in Zweifelsfällen über die Gültigkeit der Stimmen.

Das vorläufige amtliche Endergebnis

Die ehrenamtlichen Wahlvorstände zählen ab 18 Uhr die Stimmzettel aus. Dabei gilt der Grundsatz: Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Das Ergebnis aus dem Wahlbezirk gibt der Vorstand telefonisch an die Annahmestelle der Kreiswahlleitung durch und wird dort in das elektronische Erfassungssystem eingegeben, das nur über das Intranet der Freien und Hansestadt Hamburg erreichbar ist und keine Verbindung zum Internet hat. Die Wahlunterstützungssoftware läuft auf Servern, die von Dataport betrieben werden, dem vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zertifizierten IT-Dienstleister Hamburgs. Die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlbezirken werden kurz nach der Eingabe als Kopie im Internet präsentiert.

So kann die Entwicklung im Internet mitverfolgt werden: www.bundestagswahl-hh.de – die Präsentation wird am Wahltag ab ca. 19 Uhr publiziert. Präsentationen zurückliegender Wahlen können unter www.wahlen-hamburg.de/ abgerufen werden.

Das vorläufige amtliche Endergebnis gibt der Landeswahlleiter  bekannt, wenn alle Urnenwahllokale und Briefwahlbezirke die Stimmzettel ausgezählt haben.

Mit dem Bundesergebnis und damit der vorläufigen Gesamtverteilung von Sitzen auf Hamburger Be­werberinnen und Bewerber ist voraussichtlich in den frühen Morgenstunden des 25. September zu rechnen. Der Bundeswahlleiter stellt dieses vorläufige Ergebnis nach Feststellung in sein Internetangebot: www.bundeswahlleiter.de.

 

Vormerken: Es geht um den Buchenkamp

Hervorgehoben

Öffentliche Anhörung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Volksdorf 46

Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens Volksdorf 46 (Buchenkamp/Eulenkrugstraße) über eine mögliche Bebauung am Buchenkamp ein. 

Durch den Bebauungsplan sollen auf bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen am Buchenkamp die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von Wohnbauten, einer Kindertagesstätte und einer Dementenwohneinrichtung geschaffen werden. Es ist vorgesehen an der Eulenkrugstraße außerdem die öffentlich-rechtliche Unterbringung für Flüchtlinge über eine befristete Festsetzung im Bebauungsplan zu sichern.

Bei der öffentlichen Anhörung wird unter anderem auch den Naturschutzverbänden Gelegenheit gegeben,  ihre Hinweise und Standpunkte zur Planung vorzutragen. Außerdem soll ein möglicher Betreiber der geplanten Dementenwohneinrichtung sein Konzept vorzustellen.

Die Veranstaltung findet statt am:

Montag, 18. September 2017, um 18.00 Uhr

in der Aula des Walddörfer-Gymnasiums

Im Allhorn 47

Bedarfsgerechter Ausbau der Kindertagesbetreuung in Volksdorf

Die nächste Sitzung des Planungsausschusses findet am Dienstag, den 5.September, um 18 Uhr im Bürgersaal des Bezirksamtes Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, statt.

Unter Tagespunkt 6.2 geht es um die „Einrichtung einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft an der Eulenkrugstraße (Flurstück 270)  – Beschluss der Bezirksversammlung vom 18.05.2017:

Folgender Beschluss wurde gefasst:

  1. Die Bezirksversammlung Wandsbek nimmt zur Kenntnis, dass zur Vermeidung von Engpässen in der ortsnahen Versorgung mit Kita-Plätzen, ein zusätzliches Angebot zur Kinderbetreuung geplant ist. Sollte es nicht möglich sein, die in Volksdorf vorhandenen Angebote der Kindertagesbetreuung dem steigenden Bedarf gerecht werdend auszubauen, so ist dieses sicherlich eine notwendige Maßnahme, insbesondere um Akzeptanzproblemen der Unterkunft vor Ort vorzubeugen. Grundsätzlich vertritt die Bezirksversammlung Wandsbek jedoch die Auffassung, dass die Integration der Kinder aus der geplanten örU an der Eulenkrugstraße in die etablierten Einrichtungen der Kindertagesbetreuung vor Ort dringend geboten ist, um eine gelingende Integration insgesamt zu gewährleisten. 
  2. Die zuständige Fachbehörde wird daher gebeten, das nachfrageorientierte System der Kindertagesbetreuung durch geeignete Steuerungsimpulse dahingehend zu ergänzen, dass der bedarfsgerechte Ausbau der Kindertagesbetreuung in Volksdorf außerhalb der örU an der Eulenkrugstraße stattfindet. 
  3. Die Bezirksverwaltung wird aufgefordert, den bedarfsgerechten Ausbau der Kindertagesbetreuung in Volksdorf zu unterstützen. 
  4. Die Bezirksversammlung Wandsbek nimmt die auf der öffentlichen Informationsveranstaltung am 10.5.17 geäußerten Bedenken hinsichtlich einer Umsetzung der vereinbarten Renaturierung des Flurstücks 270 der Gemarkung Volksdorf nach Beendigung der Unterkunft nach 15 Jahren sehr ernst. Sie wird sicherstellen, dass begleitend zum Bebauungsplan Volksdorf 46 mit den Eigentümern der Fläche ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen wird, in dem die Renaturierung des Flurstücks 270 verbindlich geregelt wird.

Stellungnahme der Behörde für Soziales, Arbeit, Familie und Integration:

An der Eulenkrugstraße in Hamburg-Volksdorf soll voraussichtlich bis Mai 2018 zunächst auf der Grundlage von § 246 Baugesetzbuch (BauGB) eine öffentlich-rechtliche Wohnunterkunft mit 260 Plätzen errichtet werden.

Parallel dazu wird das Bebauungsplanverfahren Volksdorf 46 betrieben, auf dessen Grundlage in dem Gebiet Buchenkamp/Eulenkrugstraße neben Wohnungsbau auch eine Kita ermöglicht werden soll, die jedoch frühestens bei Vorweggenehmigungsreife des Bebauungsplans realisiert werden kann. Geprüft wird derzeit die Option, die direkt angrenzende Kita Buchenkamp 10 zu vergrößern. In diesem Zuge wäre der Abriss des Bestandsgebäudes und ein Neubau erforderlich.

Bei einer Zahl von 260 Bewohnern in der Wohnunterkunft wird von mindestens 25 bis 30 Kindern im Kindergartenalter ausgegangen. Durch das bestehende Kita-Angebot in der Umgebung kann dieser Platzbedarf nicht gedeckt werden. Um den Kindern in der Wohnunterkunft bis zur Eröffnung der neuen Kita eine bestmögliche Förderung und Betreuung ermöglichen zu können, wird derzeit geprüft, inwieweit auf dem Unterkunftsgelände auf Basis von § 246 BauGB eine temporäre Kita realisiert werden kann. Möglichkeiten für die Integration dieser Kinder sind dabei selbstverständlich zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wäre es z.B. sinnvoll, für den Betrieb einen in der Nachbarschaft aktiven Träger auszuwählen um damit schon auf diesem Weg Verbindungen in den Stadtteil herstellen zu können

Das Bezirksamt nimmt zu Punkt 4 des Petitums wie folgt Stellung:

Das Bezirksamt teilt die Zielsetzung, eine Renaturierung der fraglichen Teilflächen des Flurstückes 270 an der Eulenkrugstraße nach Beendigung der öffentlich-rechtlichen Unterbringung von Asylbegehrenden und Flüchtlingen verbindlich öffentlich-rechtlich abzusichern.

Nach dem Verursacherprinzip und den baurechtlichen Vorschriften ist hierfür vorrangig eine Verpflichtung des Verursachers des Eingriffes, also des Bauherrn und Trägers der öffentlich-rechtlichen Unterbringung Fördern und Wohnen zu begründen. Hierfür ist vorgesehen, eine entsprechende Rückbau- und Renaturierungsverpflichtung bereits im Rahmen der zeitnah angestrebten Genehmigung der öffentlich-rechtlichen Unterbringung vorzusehen. Eine vertragliche Verpflichtung Dritter, die nicht Verursacher des Eingriffes sind, soll aus rechtlichen Gründen nicht verfolgt werden.

 

 

 

MEHR WOHNUNGEN

Mit dem „Vertrag für Hamburg-Wohnungsneubau“ haben der Senat und die Bezirksämter vereinbart, den Wohnungsbau in der Stadt zu verstärken. Dazu stellen die Bezirke u.a. jährlich ein Wohnungsbauprogramm auf, mit dem Potenzialflächen identifiziert und Hinweise zur Mobilisierung gegeben werden.

Mit der „Wohnungsbaukonferenz 2017“ möchte das Bezirksamt Wandsbek allen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Akteuren der Wohnungswirtschaft die Möglichkeit geben, sich über aktuelle Fragestellungen der bezirklichen Planung, Nachverdichtung, ausgewählte Beispiele in Wandsbek und die Rahmenbedingungen der zukünftigen Wohnungsbauentwicklung zu informieren. Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff eröffnet die Wandsbeker Wohnungsbaukonferenz am

Montag, dem 4. September 2017, von 17  – 20  Uhr

im Bürgersaal Wandsbek,  Am Alten Posthaus 4 

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure und Interessierte der Wohnungswirtschaft sind hierzu herzlich eingeladen.

Zum Abschluss der Veranstaltung werden in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Chancen und Restriktionen von Innenentwicklung und Siedlungserweiterung“ die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Weiterentwicklung und Inwertsetzung städtischer Teilräume mit allen Referenten diskutiert und erörtert.

Weitere Informationen können unter http://www.hamburg.de/stadtplanung-wandsbek/ abgerufen werden.

 

Was  passiert mit St. Gabriel?

Noch immer ist die Zukunft der Kirche St. Gabriel und des Grundstücks am Sorenremen 16 in Volksdorf ungewiss. 

Erklärung des Kirchengemeinderats der ev. Kirchengemeinde Hamburg Volksdorf:

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Kirchengemeinderat (KGR) beschlossen, die Kirche müsse wegen eines erheblichen finanziellen Defizits der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf und wegen ständiger Mitgliederverluste aufgegeben werden. Dieser Beschluss wurde später mit einem Moratorium bis zum Jahresende 2017 ausgesetzt. Damit sollte die Chance eröffnet werden, die Kirche St. Gabriel doch als Gotteshaus zu erhalten, ohne dass der Gemeindehaushalt belastet wird.

Ein Fachausschuss wurde gebildet, dem Mitglieder des KGR und des Fördervereins St. Gabriel angehören. Der Fachausschuss wird von einer Moderatorin begleitet und hat am 3. April 2017 seine Arbeit aufgenommen. Bis zum 12. Juli diesen Jahres waren insgesamt sechs Sitzungen angesetzt. Danach sollen KGR und Vorstand des Fördervereins St. Gabriel auf einer gemeinsamen Sitzung einen ersten Zwischenbericht erhalten. Das versetzt den Kirchengemeinderat als Leitungsgremium der Kirchengemeinde Volksdorf in die Lage, noch in diesem Sommer über weitere Schritte zu entscheiden. Für kommenden Herbst ist eine Gemeindeversammlung zu dem Thema St. Gabriel geplant.

Nähere Informationen zu diesem Thema können Sie bei Interesse auch auf der Website der Kirchengemeinde www.kirche-in-volksdorf.de finden.

gez. Kirchengemeinderat der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf

 

Der „Dialog mit Bürgern“

Ein informativer Abend

Von Michael Suhr

Rund 60 Interessierte fanden sich am vergangenen Dienstag (27.06.17) um 18:00 Uhr in der Räucherkate ein, um an einem Abend unter der Überschrift „Dialog mit Bürgern“ teilzunehmen, zu dem der Bürgerverein Walddörfer eingeladen hatte.

Manfred Heinz, der Vorsitzenden des Vereins, begrüßte die Gäste und sprach dabei auch schon gleich einige der Themen an, die viele Volksdorfer zurzeit bewegen: Verdichtung durch engere Bebauung, Fahrradverkehr im Ortskern, und natürlich das Thema, das im Moment hohe Wellen schlägt: Die Schließung des „Kundenzentrums“.

Dieses Thema beherrschte auch gleich die erste Diskussion. Über 8.000 Bürger haben sich derweil gegen die Schließung der gut erreichbaren Einrichtung direkt am Volksdorfer U-Bahnhof durch ihren Eintrag in Unterschriftenlisten ausgesprochen, was allerdings von Seiten der Politik, die schon ein Bürgerbegehren zu diesem Thema unterbunden hatte, mehr oder weniger komplett ignoriert wird. Thilo Kleibauer, CDU-Bürgerschaftsabgeordnete für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer), der als einziger der regionalen Volksvertreter der Einladung zu diesem Abend gefolgt war, erklärte den Anwesenden den Zusammenhang zwischen der Stadt (dem Bezirk) als Mieter der Räume und der Sprinkenhof AG (die der Stadt Hamburg gehört) als Vermieter („linke Tasche – rechte Tasche“). „Gemeinschaft kommt auch durch Unterschriftensammlungen zustande, machen Sie weiter, machen Sie Druck“, bestärkte Niels Hanßen, ehemals selbst aktiv als Regionalpolitiker tätig und Ansprechpartner des „Initiativen – Netzwerk Runder Tisch Walddörfer“. Woraufhin der Mitinitiator des nicht zugelassenen Bürgerbegehrens und der Unterschriftensammlung gegen die Schließung des „Kundenzentrums“, Manfred Heinz, seiner Zuversicht Ausdruck gab mit den Worten „Ich vertraue darauf, dass sich die Politik bewegt“.

Anschließend sprach Heinz, der den Abend moderierte und sich erneut durch seine umfangreichen Kenntnisse bezüglich dessen auszeichnete, was in Volksdorf geschieht, das Thema Wochenmarkt am Mittwoch an. Er hätte sich kurz zuvor noch mit Malte Jahn, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Volksdorfer Wochenmarkt unterhalten. „Der Markt am Sonnabend läuft gut“, so der derzeitige Stand, aber am Mittwoch würde es sich für viele der Markbeschicker nicht lohnen überhaupt die Stände aufzubauen. Insbesondere, da die Mieten, die die Händler an die Stadt zahlen müssen, die gleiche Höhe hätten, wie am Sonnabend. „Die Stadt erhöht die Gebühren, tut aber nichts zur Erhaltung und Aufwertung der Marktfläche, zum Beispiel für die Stromversorgung und die Beleuchtung“. Der ebenfalls anwesende Siegfried Stockhecke, der u.a. den weit über die Grenzen von Volksdorf hinaus bekannten VOLKSMART veranstaltet (nächster Termin: am Sonntag, dem 9. Juli, im Rahmen der ebenfalls durch Stockhecke veranstalteten „14. Volksdorfer Kulturtage zur Nachhaltigkeit“, die mit einem umfangreichen Programm und vielen Veranstaltungen die ganze nächste Woche stattfinden) fügte zum Thema Marktfläche an: „Die Malaise mit der Stromversorgung auf der Marktfläche besteht nun schon seit 20 Jahren. Man hat zurzeit fast das Gefühl, dass man feindlich behandelt wird, wenn man Forderungen an die Behörde stellt“.

Im Rahmen der wachsenden Einwohnerzahl in Volksdorf (derzeit sind es Schätzungen zufolge wohl rund 21.000), der damit verbundenen Bauverdichtung und dem Kampf um den Erhalt der Grünflachen kam die Frage auf „warum muss Hamburg überhaupt noch immer weiter wachsen“. Eine Frage, die sich offensichtlich viele der Anwesenden stellten, auf die aber keiner eine Antwort hatte.

Ein weiteres Thema war das kommende Stadtteilfest. Manfred Heinz, der diese Volksdorfer Großveranstaltung in den letzten Jahren organisiert und in den vergangenen zwei Jahren auch persönlich finanziell getragen hatte, teilte den Anwesenden mit, dass das Stadtteilfest, trotz der erheblich gestiegenen Auflagen seitens der Behörden, auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird. Als „offizieller“ Veranstalter tritt der Bürgerverein Walddörfer auf, organisiert wird das 39. Volksdorfer Stadtteilfest jedoch von Dr. Jens Eickmeier und seinem Team. Im Unterschied zu den Festen der letzten Jahre wird es in diesem Jahr nur eine große Bühne geben. Wie schon im letzten Jahr gibt es auch keinen Partytruck. Sonst bleibt (fast) alles so wie gehabt mit Laternenumzug und großem Feuerwerk am Freitag, der Vereinsmeile am Sonnabendvormittag, dem Open-Air-Kino am Samstagabend und dem Fahrradrennen am Sonntag. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitagnachmittag voraussichtlich von Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, der übrigens Anfang des Jahres im Museumsdorf vom Verein De Spieker, anlässlich des Waldherrenmahles, zum diesjährigen Waldherren ernannt wurde.

Angesprochen wurde auch die Thematik „verkaufsoffene Sonntage“. Diese dürfen nur noch durchgeführt werden, wenn gleichzeitig eine „wichtige kulturelle Veranstaltung“ stattfindet. Die Folge: In Volksdorf wird es (zumindest in diesem Jahr) keine Sonntagsöffnung der Geschäfte geben.

Es folgten Volksdorfer „Dauerbrenner“, die schon über Jahre, zum Teil über Jahrzehnte, für Diskussionsstoff sorgen: Die P+R-Häuser an den U-Bahnhöfen Volksdorf und Meiendorf werden seit der Gebührenpflicht nur noch von wenigen angenommen, dafür ist die Umgebung vollgeparkt; der Verkehr im Ortskern hat sehr stark zugenommen, u.a. auch durch diejenigen, die mehrfach um den Block fahren, um einen der begehrten Parkplätze zu ergattern, deren Anzahl durch die inzwischen vier so gut wie nie genutzten Plätze, an denen die Elektroautos aufgetankt werden können, noch verringert wurde. Ebenso durch die Abtrennung von ehemals der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Parkplätzen mittels Schranken (zum Beispiel vor dem jetzigen Standort der Post/Postbank). Auch dass es nach rund 30-jährigen Bemühen immer noch nicht gelungen ist, eine öffentliche Toilette im Ortskern aufzustellen, wurde angesprochen.

Das Thema „öffentliche Toilette“ wird noch brisanter durch die Verlegung der Bücherhalle, die immerhin in den vergangenen Jahren eine solche zur Verfügung stellte, wenngleich das wohl nur wenigen bekannt war. Die Verlegung in „Unser Viertel“ (ehemals Eulenkrug-Passage) wird aber von vielen auch aus anderen Gründen skeptisch betrachtet. Schon der Umzug der Post brachte zum Teil erhebliche Umsatzeinbußen für die Geschäfte in der Weißen Rose. Dieses, so die Befürchtung, werde noch verstärkt, wenn nun auch noch die sehr gut frequentierte Bücherhalle diesen Standort verlässt. Auch wird bezweifelt, dass die Bücherhalle am neuen Standort, der sich zudem noch erheblich weiter entfernt vom U-Bahnhof Volksdorf befindet, weiterhin so gut angenommen wird. Eine Befürchtung, die auch Thilo Kleibauer teilt: „Eine vorherige Rückkopplung mit dem Stadtteil wäre vor der Entscheidung zur Verlegung sinnvoll gewesen“.

Weitere Themen des Abends vor dessen Ende gegen 20:00 Uhr waren die Schaffung von öffentlichem Raum für Jugendliche, Ehrenamtstätigkeit, die Perspektive des Bürgervereins Walddörfer und der Erhalt von St. Gabriel.

Neues Naturschutzgebiet

Das voraussichtlich über 40 Hektar große Gebiet, das im Bereich „Vörn Barkholt“ beginnt, sich dann Richtung Landesgrenze verbreitert und an das dortige Naturschutzgebiet Heidkoppelmoor anschließt, wird den Namen „Naturschutzgebiet Duvenwischen“ erhalten.
Die entsprechende Drucksache zur NSG-Ausweisung ist in Vorbereitung. Zum einen liegt eine Biotopbewertung der Flächen aus der aktuellen Biotopkartierung vor, die den größten Teil der begutachteten Flächen mit einer Bewertung von 8 „Hochgradig wertvoll“ oder 7 „Besonders wertvoll“ auszeichnet.  Als Grundlage für eine mögliche Ausweisung des Gebietes als NSG wurde im Jahr 2016 zum anderen erstmals eine vollständige Grundinventarisierung ausgewählter Tiergruppen (Libellen, Eintags-, Stein- & Köcherfliegen, Heuschrecken, Stechimmen, Schmetterlinge, Käfer, Amphibien, Reptilien, Vögel und Fledermäuse) von der Universität Hamburg vorgenommen; das Gutachten liegt mittlerweile vor.
Danach konnten 825 (!) Tierarten in dem Gebiet nachgewiesen werden, 83 Arten davon in der deutschlandweiten sog. „Roten Liste“, 163 in der norddeutschen sog. „Roten Liste“. Die vergleichsweise hohen Artenzahlen, die in vielen der untersuchten Tiergruppen ermittelt wurden, weisen auf den großen Strukturreichtum und eine außergewöhnliche Biotopvielfalt auf kleinem Raum hin. Die unterschiedlichen Biotoptypen sind hierbei eng miteinander verzahnt und verteilen sich gleichmäßig auf das Untersuchungsgebiet, dem somit eine wichtige Verbundfunktion im länderübergreifenden Biotopverbund mit dem schleswig-holsteinischen NSG „Heidkoppelmoor und Umgebung“ zukommt, so das Ergebnis. Die Ausweisung des Areals „Duvenwischen“ als Naturschutzgebiet wird auf Grundlage des ermittelten faunistischen Grundinventars von den Gutachtern ausdrücklich empfohlen – was von allen Beteiligten positiv aufgenommen wurde.
Andreas Dressel (SPD) auf einer Info-Radtour vor wenigen Tagen: „Die Ausweisung des Naturschutzgebiets ist richtig und wichtig, davon konnten wir uns vor Ort überzeugen. Ein großer Schritt für den Naturschutz in den Walddörfern – der auch manchen Kritiker überzeugen dürfte. Diese Maßnahme reiht sich ein in mehrere Naturschutzerweiterungen in den Walddörfern seit unserem Regierungsantritt 2011: Die deutlichen Erweiterungen der NSG Wohldorfer Wald und Rodenbeker Quellental und die Ausweisung des Naturdenkmals Kiebitzmoor. Mit diesen und anderen Maßnahmen werden wir bald 10% der Landesfläche unter Naturschutz haben – ein bundesweiter Rekordwert!“

6.590 Unterschriften für Kundenzentrum

Es geht weiter.

Aktuell liegen bereits 6.590 Unterschriften 

für den Erhalt des „Kundenzentrum der Walddörfer“ am jetzigen Standort (U-Bhf. Volksdorf) vor.

Täglich tragen sich etwa 100 Bürger in die weiter ausliegenden Listen ein.

Am Dienstag, den 27.Juni 2017, gibt es um 18 Uhr die erste Veranstaltung des Bürgervereins „Dialog mit Bürgern“ in der Räucherkate, zu der ich Sie herzlich einlade. 

Eines der Hauptthemen ist der Erhalt des Kundenzentrums, die Haltung von Verwaltung, SPD und GRÜNEN.

Wir wünschen uns keine „Talk Show“, in der Moderatoren alles „wegmonologisieren“.

Es geht um einen offenen Austausch unter Bürgern zu Problemen, Wünschen und Zukunftsprognosen /-chancen für unseren Stadtteil und seine hier wohnenden Menschen.

Manfred R. Heinz

Bürger fordern: Kundenzentrum erhalten!

 

Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher sagte vor einem Jahr: „Hamburg nimmt mehr Steuern ein als erwartet, es geht aufwärts, Jahr für Jahr.“ Im November (also vor 6 Monaten) prognostizierte er erneut einen Geldregen für Hamburg. Nach Steuerschätzung ergäbe sich für die Stadt in 2016 eine Steuereinnahme von fast 10,5 Milliarden Euro, das sind 270 Millionen Euro mehr als erwartet (trotz der Kosten für Flüchtlingsaufnahme und gestiegene Leistungen für Kita-Betreuung).

Der Bürger freut sich, doch er hat die Rechnung ohne die Verwaltung gemacht, die ihren ortsnahen Service weiter abbaut. Das Kundenzentrum Walddörfer, am U-Bahnhof, soll im Januar 2018 geschlossen werden. In der Bezirksversammlung forderte die CDU den Erhalt des Kundenzentrums und die Verlängerung des 2018 auslaufenden Mietvertrages um weitere fünf Jahre. Dies lehnten SPD und GRÜNE einstimmig ab. Deshalb hatten wir ein Bürgerbegehren beantragt, das aus formalen Gründen abgelehnt wurde, ebenso der Widerspruch hiergegen.

Jetzt sind die Bürger gefordert – und sie handeln !

Aktuell haben mehr als 3.400 Bürger (trotz des immer wieder schlechten Wetters in den vergangenen Wochen und den  Osterfeiertagen) den Erhalt des Kundenzentrums am jetzigen Standort (U-Bahnhof Volksdorf) durch ihren Eintrag in die ausliegenden Sammellisten gefordert.

Die Menschen sind verärgert. In den Walddörfer leben ca. 50.000 Bürger, etwa 13.000 sind deutlich älter als 65 Jahre, viele sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Terminvereinbarungen per Internet und unverhältnismäßig lange Wege zu den Kundenzentren sind ihnen nicht zuzumuten.

Erst nahm man uns das Ortsamt, jetzt schließt man das Kundenzentrum. So verwaltungsfern dürfen sich die Politik, der gewählte Senat, die Behörden, nicht verhalten!

Die Unterschriftensammlung wird fortgesetzt, weitere Veranstaltungen sind geplant.