Was  passiert mit St. Gabriel?

Noch immer ist die Zukunft der Kirche St. Gabriel und des Grundstücks am Sorenremen 16 in Volksdorf ungewiss. 

Erklärung des Kirchengemeinderats der ev. Kirchengemeinde Hamburg Volksdorf:

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Kirchengemeinderat (KGR) beschlossen, die Kirche müsse wegen eines erheblichen finanziellen Defizits der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf und wegen ständiger Mitgliederverluste aufgegeben werden. Dieser Beschluss wurde später mit einem Moratorium bis zum Jahresende 2017 ausgesetzt. Damit sollte die Chance eröffnet werden, die Kirche St. Gabriel doch als Gotteshaus zu erhalten, ohne dass der Gemeindehaushalt belastet wird.

Ein Fachausschuss wurde gebildet, dem Mitglieder des KGR und des Fördervereins St. Gabriel angehören. Der Fachausschuss wird von einer Moderatorin begleitet und hat am 3. April 2017 seine Arbeit aufgenommen. Bis zum 12. Juli diesen Jahres waren insgesamt sechs Sitzungen angesetzt. Danach sollen KGR und Vorstand des Fördervereins St. Gabriel auf einer gemeinsamen Sitzung einen ersten Zwischenbericht erhalten. Das versetzt den Kirchengemeinderat als Leitungsgremium der Kirchengemeinde Volksdorf in die Lage, noch in diesem Sommer über weitere Schritte zu entscheiden. Für kommenden Herbst ist eine Gemeindeversammlung zu dem Thema St. Gabriel geplant.

Nähere Informationen zu diesem Thema können Sie bei Interesse auch auf der Website der Kirchengemeinde www.kirche-in-volksdorf.de finden.

gez. Kirchengemeinderat der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf

 

Der „Dialog mit Bürgern“

Ein informativer Abend

Von Michael Suhr

Rund 60 Interessierte fanden sich am vergangenen Dienstag (27.06.17) um 18:00 Uhr in der Räucherkate ein, um an einem Abend unter der Überschrift „Dialog mit Bürgern“ teilzunehmen, zu dem der Bürgerverein Walddörfer eingeladen hatte.

Manfred Heinz, der Vorsitzenden des Vereins, begrüßte die Gäste und sprach dabei auch schon gleich einige der Themen an, die viele Volksdorfer zurzeit bewegen: Verdichtung durch engere Bebauung, Fahrradverkehr im Ortskern, und natürlich das Thema, das im Moment hohe Wellen schlägt: Die Schließung des „Kundenzentrums“.

Dieses Thema beherrschte auch gleich die erste Diskussion. Über 8.000 Bürger haben sich derweil gegen die Schließung der gut erreichbaren Einrichtung direkt am Volksdorfer U-Bahnhof durch ihren Eintrag in Unterschriftenlisten ausgesprochen, was allerdings von Seiten der Politik, die schon ein Bürgerbegehren zu diesem Thema unterbunden hatte, mehr oder weniger komplett ignoriert wird. Thilo Kleibauer, CDU-Bürgerschaftsabgeordnete für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer), der als einziger der regionalen Volksvertreter der Einladung zu diesem Abend gefolgt war, erklärte den Anwesenden den Zusammenhang zwischen der Stadt (dem Bezirk) als Mieter der Räume und der Sprinkenhof AG (die der Stadt Hamburg gehört) als Vermieter („linke Tasche – rechte Tasche“). „Gemeinschaft kommt auch durch Unterschriftensammlungen zustande, machen Sie weiter, machen Sie Druck“, bestärkte Niels Hanßen, ehemals selbst aktiv als Regionalpolitiker tätig und Ansprechpartner des „Initiativen – Netzwerk Runder Tisch Walddörfer“. Woraufhin der Mitinitiator des nicht zugelassenen Bürgerbegehrens und der Unterschriftensammlung gegen die Schließung des „Kundenzentrums“, Manfred Heinz, seiner Zuversicht Ausdruck gab mit den Worten „Ich vertraue darauf, dass sich die Politik bewegt“.

Anschließend sprach Heinz, der den Abend moderierte und sich erneut durch seine umfangreichen Kenntnisse bezüglich dessen auszeichnete, was in Volksdorf geschieht, das Thema Wochenmarkt am Mittwoch an. Er hätte sich kurz zuvor noch mit Malte Jahn, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Volksdorfer Wochenmarkt unterhalten. „Der Markt am Sonnabend läuft gut“, so der derzeitige Stand, aber am Mittwoch würde es sich für viele der Markbeschicker nicht lohnen überhaupt die Stände aufzubauen. Insbesondere, da die Mieten, die die Händler an die Stadt zahlen müssen, die gleiche Höhe hätten, wie am Sonnabend. „Die Stadt erhöht die Gebühren, tut aber nichts zur Erhaltung und Aufwertung der Marktfläche, zum Beispiel für die Stromversorgung und die Beleuchtung“. Der ebenfalls anwesende Siegfried Stockhecke, der u.a. den weit über die Grenzen von Volksdorf hinaus bekannten VOLKSMART veranstaltet (nächster Termin: am Sonntag, dem 9. Juli, im Rahmen der ebenfalls durch Stockhecke veranstalteten „14. Volksdorfer Kulturtage zur Nachhaltigkeit“, die mit einem umfangreichen Programm und vielen Veranstaltungen die ganze nächste Woche stattfinden) fügte zum Thema Marktfläche an: „Die Malaise mit der Stromversorgung auf der Marktfläche besteht nun schon seit 20 Jahren. Man hat zurzeit fast das Gefühl, dass man feindlich behandelt wird, wenn man Forderungen an die Behörde stellt“.

Im Rahmen der wachsenden Einwohnerzahl in Volksdorf (derzeit sind es Schätzungen zufolge wohl rund 21.000), der damit verbundenen Bauverdichtung und dem Kampf um den Erhalt der Grünflachen kam die Frage auf „warum muss Hamburg überhaupt noch immer weiter wachsen“. Eine Frage, die sich offensichtlich viele der Anwesenden stellten, auf die aber keiner eine Antwort hatte.

Ein weiteres Thema war das kommende Stadtteilfest. Manfred Heinz, der diese Volksdorfer Großveranstaltung in den letzten Jahren organisiert und in den vergangenen zwei Jahren auch persönlich finanziell getragen hatte, teilte den Anwesenden mit, dass das Stadtteilfest, trotz der erheblich gestiegenen Auflagen seitens der Behörden, auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird. Als „offizieller“ Veranstalter tritt der Bürgerverein Walddörfer auf, organisiert wird das 39. Volksdorfer Stadtteilfest jedoch von Dr. Jens Eickmeier und seinem Team. Im Unterschied zu den Festen der letzten Jahre wird es in diesem Jahr nur eine große Bühne geben. Wie schon im letzten Jahr gibt es auch keinen Partytruck. Sonst bleibt (fast) alles so wie gehabt mit Laternenumzug und großem Feuerwerk am Freitag, der Vereinsmeile am Sonnabendvormittag, dem Open-Air-Kino am Samstagabend und dem Fahrradrennen am Sonntag. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitagnachmittag voraussichtlich von Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, der übrigens Anfang des Jahres im Museumsdorf vom Verein De Spieker, anlässlich des Waldherrenmahles, zum diesjährigen Waldherren ernannt wurde.

Angesprochen wurde auch die Thematik „verkaufsoffene Sonntage“. Diese dürfen nur noch durchgeführt werden, wenn gleichzeitig eine „wichtige kulturelle Veranstaltung“ stattfindet. Die Folge: In Volksdorf wird es (zumindest in diesem Jahr) keine Sonntagsöffnung der Geschäfte geben.

Es folgten Volksdorfer „Dauerbrenner“, die schon über Jahre, zum Teil über Jahrzehnte, für Diskussionsstoff sorgen: Die P+R-Häuser an den U-Bahnhöfen Volksdorf und Meiendorf werden seit der Gebührenpflicht nur noch von wenigen angenommen, dafür ist die Umgebung vollgeparkt; der Verkehr im Ortskern hat sehr stark zugenommen, u.a. auch durch diejenigen, die mehrfach um den Block fahren, um einen der begehrten Parkplätze zu ergattern, deren Anzahl durch die inzwischen vier so gut wie nie genutzten Plätze, an denen die Elektroautos aufgetankt werden können, noch verringert wurde. Ebenso durch die Abtrennung von ehemals der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Parkplätzen mittels Schranken (zum Beispiel vor dem jetzigen Standort der Post/Postbank). Auch dass es nach rund 30-jährigen Bemühen immer noch nicht gelungen ist, eine öffentliche Toilette im Ortskern aufzustellen, wurde angesprochen.

Das Thema „öffentliche Toilette“ wird noch brisanter durch die Verlegung der Bücherhalle, die immerhin in den vergangenen Jahren eine solche zur Verfügung stellte, wenngleich das wohl nur wenigen bekannt war. Die Verlegung in „Unser Viertel“ (ehemals Eulenkrug-Passage) wird aber von vielen auch aus anderen Gründen skeptisch betrachtet. Schon der Umzug der Post brachte zum Teil erhebliche Umsatzeinbußen für die Geschäfte in der Weißen Rose. Dieses, so die Befürchtung, werde noch verstärkt, wenn nun auch noch die sehr gut frequentierte Bücherhalle diesen Standort verlässt. Auch wird bezweifelt, dass die Bücherhalle am neuen Standort, der sich zudem noch erheblich weiter entfernt vom U-Bahnhof Volksdorf befindet, weiterhin so gut angenommen wird. Eine Befürchtung, die auch Thilo Kleibauer teilt: „Eine vorherige Rückkopplung mit dem Stadtteil wäre vor der Entscheidung zur Verlegung sinnvoll gewesen“.

Weitere Themen des Abends vor dessen Ende gegen 20:00 Uhr waren die Schaffung von öffentlichem Raum für Jugendliche, Ehrenamtstätigkeit, die Perspektive des Bürgervereins Walddörfer und der Erhalt von St. Gabriel.

Neues Naturschutzgebiet

Das voraussichtlich über 40 Hektar große Gebiet, das im Bereich „Vörn Barkholt“ beginnt, sich dann Richtung Landesgrenze verbreitert und an das dortige Naturschutzgebiet Heidkoppelmoor anschließt, wird den Namen „Naturschutzgebiet Duvenwischen“ erhalten.
Die entsprechende Drucksache zur NSG-Ausweisung ist in Vorbereitung. Zum einen liegt eine Biotopbewertung der Flächen aus der aktuellen Biotopkartierung vor, die den größten Teil der begutachteten Flächen mit einer Bewertung von 8 „Hochgradig wertvoll“ oder 7 „Besonders wertvoll“ auszeichnet.  Als Grundlage für eine mögliche Ausweisung des Gebietes als NSG wurde im Jahr 2016 zum anderen erstmals eine vollständige Grundinventarisierung ausgewählter Tiergruppen (Libellen, Eintags-, Stein- & Köcherfliegen, Heuschrecken, Stechimmen, Schmetterlinge, Käfer, Amphibien, Reptilien, Vögel und Fledermäuse) von der Universität Hamburg vorgenommen; das Gutachten liegt mittlerweile vor.
Danach konnten 825 (!) Tierarten in dem Gebiet nachgewiesen werden, 83 Arten davon in der deutschlandweiten sog. „Roten Liste“, 163 in der norddeutschen sog. „Roten Liste“. Die vergleichsweise hohen Artenzahlen, die in vielen der untersuchten Tiergruppen ermittelt wurden, weisen auf den großen Strukturreichtum und eine außergewöhnliche Biotopvielfalt auf kleinem Raum hin. Die unterschiedlichen Biotoptypen sind hierbei eng miteinander verzahnt und verteilen sich gleichmäßig auf das Untersuchungsgebiet, dem somit eine wichtige Verbundfunktion im länderübergreifenden Biotopverbund mit dem schleswig-holsteinischen NSG „Heidkoppelmoor und Umgebung“ zukommt, so das Ergebnis. Die Ausweisung des Areals „Duvenwischen“ als Naturschutzgebiet wird auf Grundlage des ermittelten faunistischen Grundinventars von den Gutachtern ausdrücklich empfohlen – was von allen Beteiligten positiv aufgenommen wurde.
Andreas Dressel (SPD) auf einer Info-Radtour vor wenigen Tagen: „Die Ausweisung des Naturschutzgebiets ist richtig und wichtig, davon konnten wir uns vor Ort überzeugen. Ein großer Schritt für den Naturschutz in den Walddörfern – der auch manchen Kritiker überzeugen dürfte. Diese Maßnahme reiht sich ein in mehrere Naturschutzerweiterungen in den Walddörfern seit unserem Regierungsantritt 2011: Die deutlichen Erweiterungen der NSG Wohldorfer Wald und Rodenbeker Quellental und die Ausweisung des Naturdenkmals Kiebitzmoor. Mit diesen und anderen Maßnahmen werden wir bald 10% der Landesfläche unter Naturschutz haben – ein bundesweiter Rekordwert!“

6.590 Unterschriften für Kundenzentrum

Es geht weiter.

Aktuell liegen bereits 6.590 Unterschriften 

für den Erhalt des „Kundenzentrum der Walddörfer“ am jetzigen Standort (U-Bhf. Volksdorf) vor.

Täglich tragen sich etwa 100 Bürger in die weiter ausliegenden Listen ein.

Am Dienstag, den 27.Juni 2017, gibt es um 18 Uhr die erste Veranstaltung des Bürgervereins „Dialog mit Bürgern“ in der Räucherkate, zu der ich Sie herzlich einlade. 

Eines der Hauptthemen ist der Erhalt des Kundenzentrums, die Haltung von Verwaltung, SPD und GRÜNEN.

Wir wünschen uns keine „Talk Show“, in der Moderatoren alles „wegmonologisieren“.

Es geht um einen offenen Austausch unter Bürgern zu Problemen, Wünschen und Zukunftsprognosen /-chancen für unseren Stadtteil und seine hier wohnenden Menschen.

Manfred R. Heinz

Bürger fordern: Kundenzentrum erhalten!

 

Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher sagte vor einem Jahr: „Hamburg nimmt mehr Steuern ein als erwartet, es geht aufwärts, Jahr für Jahr.“ Im November (also vor 6 Monaten) prognostizierte er erneut einen Geldregen für Hamburg. Nach Steuerschätzung ergäbe sich für die Stadt in 2016 eine Steuereinnahme von fast 10,5 Milliarden Euro, das sind 270 Millionen Euro mehr als erwartet (trotz der Kosten für Flüchtlingsaufnahme und gestiegene Leistungen für Kita-Betreuung).

Der Bürger freut sich, doch er hat die Rechnung ohne die Verwaltung gemacht, die ihren ortsnahen Service weiter abbaut. Das Kundenzentrum Walddörfer, am U-Bahnhof, soll im Januar 2018 geschlossen werden. In der Bezirksversammlung forderte die CDU den Erhalt des Kundenzentrums und die Verlängerung des 2018 auslaufenden Mietvertrages um weitere fünf Jahre. Dies lehnten SPD und GRÜNE einstimmig ab. Deshalb hatten wir ein Bürgerbegehren beantragt, das aus formalen Gründen abgelehnt wurde, ebenso der Widerspruch hiergegen.

Jetzt sind die Bürger gefordert – und sie handeln !

Aktuell haben mehr als 3.400 Bürger (trotz des immer wieder schlechten Wetters in den vergangenen Wochen und den  Osterfeiertagen) den Erhalt des Kundenzentrums am jetzigen Standort (U-Bahnhof Volksdorf) durch ihren Eintrag in die ausliegenden Sammellisten gefordert.

Die Menschen sind verärgert. In den Walddörfer leben ca. 50.000 Bürger, etwa 13.000 sind deutlich älter als 65 Jahre, viele sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Terminvereinbarungen per Internet und unverhältnismäßig lange Wege zu den Kundenzentren sind ihnen nicht zuzumuten.

Erst nahm man uns das Ortsamt, jetzt schließt man das Kundenzentrum. So verwaltungsfern dürfen sich die Politik, der gewählte Senat, die Behörden, nicht verhalten!

Die Unterschriftensammlung wird fortgesetzt, weitere Veranstaltungen sind geplant.

Öffentliche Info zum Buchenkamp

Thema:

Einrichtung einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft an der Eulenkrugstraße

Auf einem Grundstück an der Eulenkrugstraße (Flurstück 270) wird ein Standort für die öffentlich-rechtliche Unterbringung errichtet. Es sollen zehn doppelstöckige Modulhäuser in Holzrahmenbauweise erbaut werden. Es entstehen insgesamt bis zu 260 Plätze für Zuwanderer und wohnungslose Menschen sowie Räumlichkeiten für Verwaltungs- und Gemeinschaftszwecke und ein separates Waschhaus. Als Freifläche werden zwei Spielplätze und ein Grand-Ballplatz geplant, die für Außenaktivitäten genutzt werden können. Die Einrichtung wird von fördern & wohnen AöR errichtet und betrieben.

Das Bezirksamt Wandsbek lädt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein am

Mittwoch,  10. Mai , um 18 Uhr

in der Schule Eulenkrugstraße

Eulenkrugstraße 166

Alle interessierte Anwohnerinnen und Anwohner sind herzlich eingeladen.

Bereits ab 17 Uhr findet ein Info-Markt mit Themenstationen statt. Fachleute erläutern dort die Pläne und beantworten bereits vorab Fragen der Anwohner. Im Anschluss (ab 18 Uhr) beginnen die Vorträge, bei denen die Maßnahme im Detail vorgestellt wird. Anschließend werden Fragen aus dem Publikum beantwortet.

 Es stehen die Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamtes, des Zentralen Koordinierungstabes Flüchtlinge und des Betreibers der Einrichtung als Ansprechpartner für Gespräche zur Verfügung.

 

Buchenkamp / Eulenkrugstraße – Thema im Rathaus

Aktenvorlage beschlossen 

Gestern Abend, am 26.April 2017,  hat die Hamburger Bürgerschaft mit Zustimmung aller Oppositionsfraktionen die Vorlage sämtlicher Akten im Zusammenhang mit der Anmietung des Grundstücks an der Eulenkrugstraße vom Senat gefordert.

Der Beschluss umfasst auch alle Akten und Vorgänge der Verwaltung zur Vorbereitung und Umsetzung des Bebauungsplan-Verfahrens Volksdorf 46. Vorausgegangen waren Medienberichte, dass die Anmietung des Grundstücks für eine Flüchtlingsunterkunft zu überhöhten Preisen mit massiver politischer Einflussnahme erfolgt ist.

 

 

 

 

 

 

 

Thilo Kleibauer – CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer:

„Offenbar wurde hier ein völlig fragwürdiger Mietvertrag zu Lasten der Stadt abgeschlossen, bei dem in kurzer Zeit ein Mehrfaches des Grundstückswertes als Miete gezahlt wird. Demnach war insbesondere der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dressel umfassend in die Verhandlungen mit dem Grundeigentümer eingebunden. Hier wurden alle Grundsätze der Gewaltenteilung zwischen Senat und Parlament missachtet. Warnhinweise zu den Vertragskonditionen wurden scheinbar bewusst ignoriert.

Als Rot-Grün in Wandsbek vor einem Jahr die Einigung zur Fläche Eulenkrugstraße verkündet hat, gab es massive Bedenken der Verwaltung zu den Forderungen der Grundeigentümer. Hierüber wurde vor Ort zu keinem Zeitpunkt informiert. Stattdessen wurde ein Geschäft zu Lasten der Steuerzahler abgeschlossen. Das ist völlig inakzeptabel. Dies wirft auch ein ganz schlechtes Licht auf das laufende Bebauungsplan-Verfahren am Buchenkamp, bei dem für denselben Grundeigentümer Baurecht geschaffen werden soll. Es kann nicht sein, dass auch hier Rot-Grün im Hinterzimmer fragwürdige Vereinbarungen aushandelt.

Diese Vorgänge müssen jetzt schnell und umfassend aufgeklärt werden, um ein Mindestmaß an Vertrauen in ordentliche Verwaltungsvorgänge wieder herzustellen. Daher ist es gut, dass der Senat jetzt auf unseren Antrag hin alle Akten vorlegen muss. Hier hat das Parlament eine wichtige Kontrollfunktion. Der Bezirk wäre gut beraten, das laufende Bebauungsplan-Verfahren am Buchenkamp so lange ruhen zu lassen und kritisch zu hinterfragen, bis hier alle Fragen transparent geklärt sind.“