Neues Naturschutzgebiet

Das voraussichtlich über 40 Hektar große Gebiet, das im Bereich „Vörn Barkholt“ beginnt, sich dann Richtung Landesgrenze verbreitert und an das dortige Naturschutzgebiet Heidkoppelmoor anschließt, wird den Namen „Naturschutzgebiet Duvenwischen“ erhalten.
Die entsprechende Drucksache zur NSG-Ausweisung ist in Vorbereitung. Zum einen liegt eine Biotopbewertung der Flächen aus der aktuellen Biotopkartierung vor, die den größten Teil der begutachteten Flächen mit einer Bewertung von 8 „Hochgradig wertvoll“ oder 7 „Besonders wertvoll“ auszeichnet.  Als Grundlage für eine mögliche Ausweisung des Gebietes als NSG wurde im Jahr 2016 zum anderen erstmals eine vollständige Grundinventarisierung ausgewählter Tiergruppen (Libellen, Eintags-, Stein- & Köcherfliegen, Heuschrecken, Stechimmen, Schmetterlinge, Käfer, Amphibien, Reptilien, Vögel und Fledermäuse) von der Universität Hamburg vorgenommen; das Gutachten liegt mittlerweile vor.
Danach konnten 825 (!) Tierarten in dem Gebiet nachgewiesen werden, 83 Arten davon in der deutschlandweiten sog. „Roten Liste“, 163 in der norddeutschen sog. „Roten Liste“. Die vergleichsweise hohen Artenzahlen, die in vielen der untersuchten Tiergruppen ermittelt wurden, weisen auf den großen Strukturreichtum und eine außergewöhnliche Biotopvielfalt auf kleinem Raum hin. Die unterschiedlichen Biotoptypen sind hierbei eng miteinander verzahnt und verteilen sich gleichmäßig auf das Untersuchungsgebiet, dem somit eine wichtige Verbundfunktion im länderübergreifenden Biotopverbund mit dem schleswig-holsteinischen NSG „Heidkoppelmoor und Umgebung“ zukommt, so das Ergebnis. Die Ausweisung des Areals „Duvenwischen“ als Naturschutzgebiet wird auf Grundlage des ermittelten faunistischen Grundinventars von den Gutachtern ausdrücklich empfohlen – was von allen Beteiligten positiv aufgenommen wurde.
Andreas Dressel (SPD) auf einer Info-Radtour vor wenigen Tagen: „Die Ausweisung des Naturschutzgebiets ist richtig und wichtig, davon konnten wir uns vor Ort überzeugen. Ein großer Schritt für den Naturschutz in den Walddörfern – der auch manchen Kritiker überzeugen dürfte. Diese Maßnahme reiht sich ein in mehrere Naturschutzerweiterungen in den Walddörfern seit unserem Regierungsantritt 2011: Die deutlichen Erweiterungen der NSG Wohldorfer Wald und Rodenbeker Quellental und die Ausweisung des Naturdenkmals Kiebitzmoor. Mit diesen und anderen Maßnahmen werden wir bald 10% der Landesfläche unter Naturschutz haben – ein bundesweiter Rekordwert!“