VOLKSDORFER ZEITUNG MAI 2017

Inhalt: 

Schon jetzt über 4.000 Unterschriften für den Erhalt des Kundenzentrums am U-Bahnhof Volksdorf  –  Das läuft in der  KORALLE  –  Starke Truppe beim WSV –  Neues vom WDG  –  Kleine Siedlung Wensenbalken (Teil 4) –  Zum Tod von Heinz Schrand  –  Geschichte der Kleinbahn – und viel Kultur,  Aktuelles und Leserbeiträge

 

 

Bitte auf den

Titel klicken

 

VOLKSDORFER  ZEITUNG

Wir erklären Nachbarschaft und geben Orientierung

 

 

Bürger fordern: Kundenzentrum erhalten!

 

Hamburgs Finanzsenator Peter Tschentscher sagte vor einem Jahr: „Hamburg nimmt mehr Steuern ein als erwartet, es geht aufwärts, Jahr für Jahr.“ Im November (also vor 6 Monaten) prognostizierte er erneut einen Geldregen für Hamburg. Nach Steuerschätzung ergäbe sich für die Stadt in 2016 eine Steuereinnahme von fast 10,5 Milliarden Euro, das sind 270 Millionen Euro mehr als erwartet (trotz der Kosten für Flüchtlingsaufnahme und gestiegene Leistungen für Kita-Betreuung).

Der Bürger freut sich, doch er hat die Rechnung ohne die Verwaltung gemacht, die ihren ortsnahen Service weiter abbaut. Das Kundenzentrum Walddörfer, am U-Bahnhof, soll im Januar 2018 geschlossen werden. In der Bezirksversammlung forderte die CDU den Erhalt des Kundenzentrums und die Verlängerung des 2018 auslaufenden Mietvertrages um weitere fünf Jahre. Dies lehnten SPD und GRÜNE einstimmig ab. Deshalb hatten wir ein Bürgerbegehren beantragt, das aus formalen Gründen abgelehnt wurde, ebenso der Widerspruch hiergegen.

Jetzt sind die Bürger gefordert – und sie handeln !

Aktuell haben mehr als 3.400 Bürger (trotz des immer wieder schlechten Wetters in den vergangenen Wochen und den  Osterfeiertagen) den Erhalt des Kundenzentrums am jetzigen Standort (U-Bahnhof Volksdorf) durch ihren Eintrag in die ausliegenden Sammellisten gefordert.

Die Menschen sind verärgert. In den Walddörfer leben ca. 50.000 Bürger, etwa 13.000 sind deutlich älter als 65 Jahre, viele sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. Terminvereinbarungen per Internet und unverhältnismäßig lange Wege zu den Kundenzentren sind ihnen nicht zuzumuten.

Erst nahm man uns das Ortsamt, jetzt schließt man das Kundenzentrum. So verwaltungsfern dürfen sich die Politik, der gewählte Senat, die Behörden, nicht verhalten!

Die Unterschriftensammlung wird fortgesetzt, weitere Veranstaltungen sind geplant.

Öffentliche Info zum Buchenkamp

Thema:

Einrichtung einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft an der Eulenkrugstraße

Auf einem Grundstück an der Eulenkrugstraße (Flurstück 270) wird ein Standort für die öffentlich-rechtliche Unterbringung errichtet. Es sollen zehn doppelstöckige Modulhäuser in Holzrahmenbauweise erbaut werden. Es entstehen insgesamt bis zu 260 Plätze für Zuwanderer und wohnungslose Menschen sowie Räumlichkeiten für Verwaltungs- und Gemeinschaftszwecke und ein separates Waschhaus. Als Freifläche werden zwei Spielplätze und ein Grand-Ballplatz geplant, die für Außenaktivitäten genutzt werden können. Die Einrichtung wird von fördern & wohnen AöR errichtet und betrieben.

Das Bezirksamt Wandsbek lädt zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein am

Mittwoch,  10. Mai , um 18 Uhr

in der Schule Eulenkrugstraße

Eulenkrugstraße 166

Alle interessierte Anwohnerinnen und Anwohner sind herzlich eingeladen.

Bereits ab 17 Uhr findet ein Info-Markt mit Themenstationen statt. Fachleute erläutern dort die Pläne und beantworten bereits vorab Fragen der Anwohner. Im Anschluss (ab 18 Uhr) beginnen die Vorträge, bei denen die Maßnahme im Detail vorgestellt wird. Anschließend werden Fragen aus dem Publikum beantwortet.

 Es stehen die Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamtes, des Zentralen Koordinierungstabes Flüchtlinge und des Betreibers der Einrichtung als Ansprechpartner für Gespräche zur Verfügung.

 

Buchenkamp / Eulenkrugstraße – Thema im Rathaus

Aktenvorlage beschlossen 

Gestern Abend, am 26.April 2017,  hat die Hamburger Bürgerschaft mit Zustimmung aller Oppositionsfraktionen die Vorlage sämtlicher Akten im Zusammenhang mit der Anmietung des Grundstücks an der Eulenkrugstraße vom Senat gefordert.

Der Beschluss umfasst auch alle Akten und Vorgänge der Verwaltung zur Vorbereitung und Umsetzung des Bebauungsplan-Verfahrens Volksdorf 46. Vorausgegangen waren Medienberichte, dass die Anmietung des Grundstücks für eine Flüchtlingsunterkunft zu überhöhten Preisen mit massiver politischer Einflussnahme erfolgt ist.

 

 

 

 

 

 

 

Thilo Kleibauer – CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer:

„Offenbar wurde hier ein völlig fragwürdiger Mietvertrag zu Lasten der Stadt abgeschlossen, bei dem in kurzer Zeit ein Mehrfaches des Grundstückswertes als Miete gezahlt wird. Demnach war insbesondere der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Dressel umfassend in die Verhandlungen mit dem Grundeigentümer eingebunden. Hier wurden alle Grundsätze der Gewaltenteilung zwischen Senat und Parlament missachtet. Warnhinweise zu den Vertragskonditionen wurden scheinbar bewusst ignoriert.

Als Rot-Grün in Wandsbek vor einem Jahr die Einigung zur Fläche Eulenkrugstraße verkündet hat, gab es massive Bedenken der Verwaltung zu den Forderungen der Grundeigentümer. Hierüber wurde vor Ort zu keinem Zeitpunkt informiert. Stattdessen wurde ein Geschäft zu Lasten der Steuerzahler abgeschlossen. Das ist völlig inakzeptabel. Dies wirft auch ein ganz schlechtes Licht auf das laufende Bebauungsplan-Verfahren am Buchenkamp, bei dem für denselben Grundeigentümer Baurecht geschaffen werden soll. Es kann nicht sein, dass auch hier Rot-Grün im Hinterzimmer fragwürdige Vereinbarungen aushandelt.

Diese Vorgänge müssen jetzt schnell und umfassend aufgeklärt werden, um ein Mindestmaß an Vertrauen in ordentliche Verwaltungsvorgänge wieder herzustellen. Daher ist es gut, dass der Senat jetzt auf unseren Antrag hin alle Akten vorlegen muss. Hier hat das Parlament eine wichtige Kontrollfunktion. Der Bezirk wäre gut beraten, das laufende Bebauungsplan-Verfahren am Buchenkamp so lange ruhen zu lassen und kritisch zu hinterfragen, bis hier alle Fragen transparent geklärt sind.“

 

Wieder da !

Für mehrere Tage war die VOLKSDORFER ZEITUNG nicht mehr online. Ob wir gehackt wurden? Wer weiß? Fakt ist, die Seiten waren unauffindbar.

Doch jede Katastrophe birgt die Chance etwas Neues zu gestalten. Noch besser, noch informativer, noch aktueller.

Vielleicht benötigen wir ein paar Tage, doch wir sind emsig am Werk.

DANKE für Ihr Verständnis, DANKE für Ihre Geduld.

Die aktuelle April-Ausgabe finden Sie hier

 

 

 

 

 

 

VOLKSDORFER ZEITUNG

Wir erklären Nachbarschaft und geben Orientierung.