E-Ladeinfrastruktur ausbauen

 

Immer mehr E-Fahrzeuge fahren auf Hamburgs Straßen. Dadurch steigt der Bedarf an Ladestationen, was sich unter anderem in einer erhöhten Anzahl an Anfragen für neue Ladestationen niederschlägt. Gleichzeitig treten zunehmend Akteure der Privatwirtschaft auf, die an bestimmten Standorten auf eigene Rechnung Ladepunkte errichten möchten. Zusätzlich werden in den Regionalausschüssen Prüfanträge eingebracht, mit denen die Fachbehörde aufgefordert wird, in einzelnen Nebenstraßen Ladestationen zu errichten. Doch, nach der „Strombinnenmarktrichtlinie“ der EU Stromnetzbetreibern  ist es zukünftig nicht mehr gestattet, Eigentümer von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge zu sein oder diese Ladepunkte zu entwickeln, zu verwalten oder zu betreiben. Hiervon ist insbesondere auch „Stromnetz Hamburg“ betroffen, die in Hamburg z.Zt. mehr 1.300 Ladestationen betreiben.

Julia Funk, Fachsprecherin Verbraucherschutz der Wandsbeker SPD-Fraktion: „Durch die steigende Nachfrage nach Ladestationen – und zugleich den Wegfall von Stromnetz Hamburg als Betreiber von vielen Ladepunkten – brauchen wir ein koordiniertes Verfahren für die zukünftige Entwicklung bei der Ladeinfrastruktur. Da E-Mobilität eine bedeutende Rolle bei der Umstellung des Individualverkehrs spielt und insbesondere die Bewohner des Geschosswohnungsbaus von öffentlich zugänglichen E-Ladesäulen abhängig sind, setzen wir uns für ein Verfahren ein, dass möglichst vielen den Zugang zu E-Ladestationen ermöglicht.“

Jan Witt, Fachsprecher für Mobilität BÜDNIS 90/DIE GRÜNEN: “Die Umstellung des Individualverkehrs ist einer der wichtigsten Schritte hin zu einer klimaverträglichen Politik. Neben der Förderung von öffentlichem Nahverkehr und Fahrradinfrastruktur, gehört auch die E-Mobilität zu den CO2-reduzierenden Maßnahmen im Verkehrssektors. Für ein zukunftsfähiges Wandsbek brauchen wir E-Autos inklusive leicht zugänglichen Ladesäulen für alle. Durch die neue Strombinnenmarktrichtlinie wird es in der Wandsbeker E-Ladeinfrastruktur Umstrukturierungen geben müssen. Zusammen mit unserem Koalitionspartner SPD machen wir uns für leicht zugängliche Ladestationen stark, die von möglichst vielen Bürgern genutzt werden können. Wir bitten die Behörde für Wirtschaft und Innovation die Öffentlichkeit über die Planung und Umsetzung von Ladesäulen in unserem Bezirk zu informieren.!”

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