Hilfe für obdachlose Menschen

Unterbringung gesichert

Die Maßnahmen zur weiteren Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus haben Anpassungen im Hilfesystem für obdachlose Menschen erforderlich gemacht. In enger Abstimmung mit den Trägern und Akteuren des Hilfesystems trifft die Sozialbehörde eine Reihe zusätzlicher Schutzmaßnahmen.

Sozialsenatorin Leonhard: „Hamburg gewährleistet Hilfe und Schutz für obdachlose Menschen. Wir arbeiten jeden Tag mit Hochdruck daran, weitere Lösungen und Alternativen aufzubauen, wo nötig. Dabei unterstützen uns viele Hamburgerinnen und Hamburger: Viele engagieren sich ehrenamtlich, melden sich mit Hilfsangeboten und packen tatkräftig mit an. Tausend Dank an alle, die in dieser schwierigen Situation diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, die auf unsere Hilfe besonders angewiesen sind!“

Eine vollständige und aktuelle Aufstellung der verfügbaren Angebote ist unter www.hamburg.de/obdachlosigkeit abrufbar.

Unterkunft

Menschen, die von der Stadt öffentlich-rechtlich in Wohnunterkünften untergebracht sind, haben dort auch weiterhin ein sicheres Quartier. Ihre Versorgung ist ebenso sichergestellt wie eine mögliche Isolation und medizinische Versorgung im Ansteckungsfall. Auch die ganzjährigen Notunterkünfte (insbes. Pik As und das Frauenzimmer) für Menschen, die nicht in einer Wohnunterkunft untergebracht sind, öffnen weiter regulär.

Neben diesen Einrichtungen schafft die Sozialbehörde als Reaktion auf die aktuelle Situation weitere Notunterbringungsmöglichkeiten.

An allen Standorten wird durch eine angepasste, lockere Belegung die Einhaltung der gebotenen Abstände ermöglicht und die Versorgung der obdachlosen Menschen mit Essen, Kleidung, Hygienemöglichkeiten und Beratung sichergestellt. Reserveplätze werden vorgehalten.

Lebensmittelversorgung

Die Versorgung obdachloser Menschen ist weiter sichergestellt. Die Sozialbehörde hat zusammen mit den Betreibern von Essensausgabestellen sowie der Gesundheitsbehörde geeignete Lösungen gefunden, um die Essensausgabe fortzuführen bzw. den zwischenzeitlich eingestellten Betrieb nun wieder aufzunehmen. Dazu gehören insbesondere Abstandsregeln und besondere Hygienemaßnahmen. Dies wird zum Teil mit einer Verlagerung der Essensausgabe in Außenbereiche sichergestellt.

Die Tagesaufenthaltsstätte in der Hinrichsenstraße von fördern und wohnen AöR hat bereits am vergangenen Samstag und Sonntag erstmals mit der Ausgabe von warmen Speisen und Lunchpaketen begonnen und damit kurzfristig auf Engpässe an den Wochenende reagiert. Gleichfalls schon ab diesem Donnerstag wird diese Essensausgabe auf alle Wochentage ausgedehnt und findet im Zeitraum 12 bis 15 Uhr statt.

Hygiene

Obdachlose Menschen haben in den Notübernachtungsstätten weiterhin Gelegenheit, sich zu waschen und zu duschen. Tagesaufenthaltseinrichtungen, die bisher solche Angebote vorhielten, bereiten sukzessive deren Wiederaufnahme vor. Darüber hinaus kooperieren Sozialbehörde und Bäderland, um kurzfristig weitere Duschgelegenheiten in einem Schwimmbad zu ermöglichen.

Medizinische Versorgung

Die niedrigschwelligen Angebote zur medizinischen Versorgung obdachloser Menschen werden seitens des Krankenmobils und der Schwerpunktpraxis der Caritas sowie des ArztMobils fortgeführt und dabei von der Sozialbehörde, auch durch die Bereitstellung von Schutzkleidung, unterstützt.

Straßensozialarbeit

Für den Bereich der Straßensozialarbeit steht die Sozialbehörde im kontinuierlichen Austausch mit den professionellen Trägern und anderen Behörden, um die Fortführung der aufsuchenden Arbeit auch unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen weiter zu ermöglichen und auch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, insbesondere hinsichtlich der zu treffenden Schutzmaßnahmen, zu unterstützen.