Mehr Natur an Straßenrändern

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und SPD möchten das Straßengrün aufwerten
Das so genannte Straßenbegleitgrün sollte nicht einfach nur aus monotonen Grünflächen wie Gras oder Standardgehölzen oder sogar aus versiegelter Fläche – bestehen, sondern nach ökologischen Gesichtspunkten gestaltet sein, denn ein ökologisches Stadtgrün kommt der Artenvielfalt im gesamten Bezirk Wandsbek zu Gute.

Frauke Häger, Fachsprecherin für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz der GRÜNEN Fraktion Wandsbek: „Das so genannte Straßenbegleitgrün ist an vielen Stellen oft gar nicht vorhanden. Vor allem Verkehrsinseln sind regelrechte Betonwüsten. Andernorts werden Grasflächen regelmäßig kurz gehalten und bieten keinerlei Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die vielen Straßenränder haben jedoch ein riesiges Flächenpotential, das wir nutzen wollen. Daher soll die Verwaltung in jedem Regionalbereich Straßenabschnitte ermitteln, die sich als Pilotprojekte für eine naturnahe Gestaltung der Straßenränder eignet und entsprechende Pflegeentwicklungspläne erstellen. Die Auswirkung ist nicht nur für Insekten und Vögel positiv. Auch die umliegenden Bäume profitieren von den größeren Versickerungsflächen. Blühende Straßenränder, der Anblick von Schmetterlingen, das Summen von Wildbienen oder der Gesang von Vögeln können in direkter Wohnortnähe einen positiven Erholungs- und Freizeitwert haben.“

Hintergrund:
Blühflächen an Straßenrändern haben ein wichtiges ökologisches Potential, denn sie können zur Vernetzung von Grünflächen beitragen. Dazu ist eine entsprechende Gestaltung und Pflege notwendig. Außerdem ist es wichtig, die Hintergründe der Gestaltung vor Ort zu kommunizieren, damit klar ist, warum es auch mal „unordentlich” aussehen darf. Die Behörde für Umwelt und Energie hat dazu das Projekt „Natürlich Hamburg“ angestoßen. Städtisches Grün ist ein unverzichtbarer Bestandteil der der integrierten Stadtentwicklung. Nicht nur Parks und Naturschutzgebiete sollen naturnaher gestaltet werden, die BUE nimmt auch ausdrücklich die Straßenränder in den Fokus und möchte vor allem auch die innenstädtischen Bereiche als Räume für Artenreichtum und biologische Vielfalt fördern.