Volksdorf – Deutungen zur Teilbedeckung

Maskengedanken  

Wenn ich mal nach draußen gehe,
eine kleine Runde drehe,

fühlt sich alles noch so an,
dass ich es kaum glauben kann.

Alle haben Masken auf,
in der U-Bahn und beim Kauf.

Halten Abstand, geben Acht,
nur noch selten wird gelacht!

Mir ist neulich aufgefallen,
dass die Maske bei uns allen

dafür sorgt, dass keiner sieht,
wenn man eine Schnute zieht?

Allerdings ein Lächeln auch
ist beim Masken-Schutz –Gebrauch

ebenfalls nicht mehr zu sehen –
soll es jetzt so weitergehen?

Können wir am Ende alle
durch die Masken-Nutzpflicht–Falle

ganz was Neues plötzlich machen:
Etwa mit den Augen lachen?

Ist das nicht ein großes Glück,
was gelingt mit einem Blick?

Meinen Nachbarn hinter mir,
trotz einsfünfzig Abstand hier

zwinkernd zu verstehen geben,
dass dies eingeschränkte Leben

meine positive Sicht
auf die Menschen nicht zerbricht.

Sondern Mut mich dazu bringt,
die Distanz mich sogar zwingt,

auf ganz neuen Wegen nun,
meinen Teil hinzu zu tun.

Neugierig und mutig schauen,
sich ganz einfach mal was trauen,

herzlich mit ein wenig Schwung,
offen für Veränderung.

Ob mit Maske oder nicht,
macht ein freundliches Gesicht!

Nehmt das Leben einfach so,
seid trotz allem möglichst froh!

Strahlt auch, wenn es tragisch ist!
Zwinkert wo ihr euch sonst küsst!

Weist mit Positiv-Gedanken
andere in ihre Schranken.

Und zum Schluss schlag ich euch vor:
Maskengummi hinters Ohr,

über Nase, über Mund –
gebt gut Acht und bleibt gesund!

                                          von Petra Todt