Fast süchtig nach Mahlers Kompositionen
Kein Komponist erlebt aktuell so einen Hype um seine 10 Sinfonien und seine Lieder, die über 100 Jahre nach ihrer Entstehung nun besser verstanden werden. Mit seinen besten Musikern aus 110 norddeutschen Orchestern ergriff jetzt der Orchesterverband BDLO die Gelegenheit, diese mit 95 Minuten längste, je geschriebene Sinfonie zu erarbeiten. 200 Aufführende – mit der renommierten Solistin Dorothee Bienert, fast 100 Orchestermusikern mit Fernorchester, Frauenchor und Kinderchor – stehen auf der Bühne unter der Leitung von Wolf Tobias Müller. Buchen kann man das Konzert schon jetzt über das Ticketing der Elbphilharmonie www.mahler-konzert.de, zu sehr sozialen Preisen. Unser Tipp: jetzt buchen, ehe alle Plätze vergriffen sind.
Mahler komponierte das groß angelegte, tiefgründige Werk in seiner Zeit als 1. Kapellmeister am Hamburger Stadttheater, hauptsächlich im Sommerurlaub am Attersee in Österreich, wo er die Ruhe dazu fand. „Meine Symphonie wird etwas sein, was die Welt noch nicht gehört hat! Die ganze Natur bekommt darin eine Stimme und erzählt so tief Geheimes, das man vielleicht im Traume ahnt! Ich sage Dir, mir ist manchmal selbst unheimlich zumute bei manchen Stellen, und es kommt mir vor, als ob ich das gar nicht gemacht hätte.“ – Gustav Mahler an Anna Bahr-Mildenburg am 18. Juli 1896,
Man darf also gespannt sein und die Musikerinnen sind es bereits. Sie verlangten es geradezu, denn es war eine neue Erfahrung nach der Aufführung von Mahlers 2. Sinfonie (Auferstehungssinfonie) vor zwei Jahren so erfüllt zu sein. Dem Publikum ging es ebenso: 10 Minuten Ovationen zollte es. Nun geben Orchester und Sängerinnen nochmal alles und sie nahmen dazu Hilfestellung von erfahrenen Berufsmusikern in den Registerproben an, denn das Material ist auch für sehr Fortgeschrittene fordernd.
Verantwortlich zeichnet der Vorsitzende des Landesverbands Nord im BDLO Bundesverband Amateurmusik Sinfonie- und Kammerorchester, Wulf Hilbert, in Kooperation mit der Gustav-Mahler-Vereinigung Hamburg e.V.
