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Volksdorf: WIRHABEN EINE AUFGABE !

Dafür brauchen wir euch alle

Unser Museumsdorf steht vor großen Herausforderungen

Es gibt Orte, die sind einfach da. Man geht an ihnen vorbei, kennt sie seit Kindertagen und nimmt vielleicht erst dann wahr, wie besonders sie sind, wenn man sich vorstellt, dass es sie eines Tages nicht mehr geben könnte.

Das Museumsdorf Volksdorf ist so ein Ort.

Wer durch das Tor geht, betritt nicht einfach ein „Museum“. Er betritt eine andere Zeit. Zwischen alten Häusern, Werkstätten, Gärten, Feldern und Tieren wird Geschichte nicht nur erzählt – sie wird erfahrbar. Hier lässt sich entdecken, wie Menschen in den Walddörfern vor rund 100 Jahren gelebt und gearbeitet haben. Man kann altes Handwerk erleben, historische Landwirtschaft kennenlernen und Dinge entdecken, die in unserem Alltag längst verschwunden sind. Für viele Kinder ist das Museumsdorf der Ort, an dem Geschichte zum ersten Mal wirklich lebendig wird. Für viele Erwachsene ist es ein Stück Heimat. Erinnerung. Viele kennen es schon seit Kindertagen. Für Volksdorf ist es ein Ort der Ruhe und Entspannung, der den Stadtteil auf besondere Weise prägt. Doch dass dieser Ort auch für kommende Generationen erhalten bleibt ist keineswegs selbstverständlich. Das Museumsdorf steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Und dafür braucht es jetzt jede Unterstützung!

Erleben: Ein Dorf, das von Menschen lebt

Das Museumsdorf Volksdorf ist kein staatliches Museum und es verfügt nicht über einen großen öffentlichen Haushalt. Was hier geschieht, wird deshalb vor allem von Menschen möglich gemacht: von Mitgliedern und Förderern, von Spendern und Stiftern, sowie von 350 ehrenamtlich Mitarbeitenden, 2 hauptberuflich Angestellten und von allen, die ihre Zeit, ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Energie einbringen. Genau darin liegt die besondere Stärke des Museumsdorfs. Zugleich liegt genau hier eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre. Über sechs Jahrzehnte haben Menschen diesen Ort aufgebaut, erhalten und mit Leben gefüllt. Sie haben über viele Jahre Wissen gesammelt, Gebäude restauriert, Gelände gepflegt, Tiere versorgt, Felder bewirtschaftet, alte Handwerkstechniken erlernt, Veranstaltungen organisiert und ihr Wissen im Rahmen von Führungen an Besucherinnen und Besucher weitergegeben. Vieles von ihrem unschätzbaren Wissen steht nicht in Büchern. Es steckt in Erfahrung, in Geschichten, in Bewegungen und Handgriffen. Jetzt geht es darum, dieses Erbe in den kommenden Jahren in die nächste Generation zu tragen. Besonders anspruchsvoll wird das mit den Aufgaben und dem Wissen unseres Museumsleiters, Egbert Läufer, der nach mehr als 30-jähriger Tätigkeit bis 2030 in den verdienten Ruhestand gehen wird. Dieser Generationenwechsel steht in den nächsten Jahren an. Aber Kompetenzaufbau, Fort- und Weiterbildung und insbesondere die Überleitung auf einen neuen hauptamtlichen Museumsleiter kosten viel Geld. Geld, dass wir durch unsere Aktivitäten nicht selbst erwirtschaften können.

Erhalten: Ein Dorf, das schützenswert ist

Ein altes Haus ist mehr als nur ein Gebäude. Es erzählt davon, wie Menschen gewohnt, gelebt, gearbeitet und gewirtschaftet haben. Eine historische Werkstatt ist mehr als eine Sammlung alter Werkzeuge. Sie erzählt von der Entwicklung des Handwerks, von Erfindungsreichtum und von Fähigkeiten, die unseren Alltag über Generationen geprägt haben. Doch dieses kulturelle Erbe zu erhalten, ist aufwendig. Historische Gebäude benötigen kontinuierliche Pflege und müssen restauriert werden. Geräte und Fahrzeuge müssen instandgehalten und gelegentlich ersetzt, technische Einrichtungen erneuert werden. Der Erhalt des historischen Dorfes, seiner Häuser, Werkstätten und Gerätschaften kostet Geld und die dafür notwendigen Ausgaben steigen. Eine ganze Reihe von Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen steht in den nächsten Jahren an. Wir müssen deshalb heute dafür sorgen, dass wir rechtzeitig die finanziellen Voraussetzungen zur Umsetzung schaffen.

Gestalten: Ein Dorf, das sich weiterentwickeln muss

Auch die Zukunft macht vor dem Museumsdorf nicht halt. Denn Tradition zu bewahren, bedeutet nicht, stehen zu bleiben. Auch das Museumsdorf muss sich weiterentwickeln. Deshalb richtet sich der Blick nicht nur auf das, was erhalten werden muss, sondern auch auf das, was in den kommenden Jahren entstehen soll. Einerseits benötigen wir eine zeitgemäße und zukunftsfähige Infrastruktur. Das gilt für die Schaffung einereffizienten Energie- und Wärmeversorgung ebenso wie für eine leistungsfähige IT-Landschaft. Andererseits kann der anstehende Generationenwechsel die Schwerpunkte im Museumsdorf verschieben. Darauf können wir bereits heute mit der Schaffung von zusätzlichen Arbeits- und Ausstellungsräumen reagieren, die uns für die Zukunft flexibler macht.

Die Ausgaben für die Verbesserung der Infrastruktur macht uns zukunftsfähig.

Wir müssen uns darauf vorbereiten und heute für morgen planen. Aber diese Maßnahmen werden erst sinnvoll umsetzbar werden, wenn die Finanzierung des Generationenwechsels und der Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmensichergestellt ist.

Eine Million Euro für die Zukunft

Für die genannten Aufgaben hat sich das Museumsdorf ein großes Ziel gesetzt: In den kommenden drei Jahren sollen eine Million Euro für seine Zukunft mobilisiert werden. Eine Million Euro ist eine große Summe. Doch dahinter stehen konkrete Aufgaben – und vor allem die Frage: Wie kann das Museumsdorf so aufgestellt werden, dass es auch in Zukunft ein lebendiger Ort bleibt?

Rund 250.000 Euro sind für die Begleitung des Generationenwechsels vorgesehen.

Dabei geht es nicht darum, ehrenamtliches Engagement durch bezahlte Arbeit zu ersetzen. Im Gegenteil: Das Museumsdorf braucht auch künftig viele ehrenamtliche Mitarbeitende, die das Herz des Museumsdorfs sind. Damit dieses Modell funktioniert, braucht es jedoch eine verlässliche hauptamtliche Basis. Die Investition in den Generationenwechsel ist deshalb vor allem eine Investition in Menschen und in den Erhalt von Wissen.

Weitere rund 250.000 Euro werden für Erhaltungsmaßnahmen benötigt.

Dabei geht es überwiegend um die historische Bausubstanz, aber auch um die Modernisierung von Maschinen und die Erneuerung von Gerätschaften.

Rund 500.000 Euro sollen in Zukunftsinvestitionen fließen.

Mit einem schrittweisen Ausbau der Infrastruktur und einer gezielten Erweiterung der Räumlichkeiten für Arbeit und Ausstellung soll das Museumsdorf flexibel und zukunftsfähig aufgestellt werden. Doch Geld allein wird diese Aufgabe nicht lösen.

Eine Million Euro kann nur ein Teil des Weges sein.

as Museumsdorf braucht Menschen, die sich einbringen: als Mitglieder oder Fördermitglieder, mit Spenden, im Ehrenamt oder mit ihren persönlichen Fähigkeiten und Kontakten. Gesucht werden Menschen, die Wissen weitergeben, Nachwuchs ausbilden, bei Projekten mitarbeiten, berufliche oder handwerkliche Fähigkeiten einbringen, Kontakte herstellen oder anderen von diesem besonderen Ort erzählen.

Diese Initiative richtet sich an Privatpersonen ebenso wie an Unternehmen, Stiftungen und Institutionen, die sich Volksdorf, den Walddörfern und dem Museumsdorf verbunden fühlen. Denn Unterstützung kann viele Formen haben. Auch wer selbst nichts geben kann, kann helfen, indem er die Idee weiterträgt.

 Eine Aufgabe für Volksdorf

Das eigentliche Ziel ist deshalb größer als eine Million Euro. Es geht darum, eine Gemeinschaft von Menschen zu schaffen, die das Museumsdorf langfristig trägt und weiterentwickeln möchte. Vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe hinter der Million: dafür zu sorgen, dass Kinder, die heute durch das Tor des Museumsdorfs laufen, eines Tages mit ihren eigenen Kindern wiederkommen können – und noch immer einen Ort vorfinden, an dem Geschichte nicht nur aufbewahrt, sondern gelebt wird.

Volksdorf, wir haben eine Aufgabe!

Unser Dorf. Unsere Geschichte. Unsere Zukunft.

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