Ahrensburg: Führung im Tunneltal

Die Welt der Ahrensburger Rentierjäger

Foto: Siegfried Schumann

Führung am Freitag, 27. März ,  um 16 Uhr, Treffpunkt:   P+R Ahrensburg West

Dort, wo heute Züge vorbeibrausen und tausende Pendler ungeduldig an den Schranken warten, liegt einer der bedeutendsten Fundorte altsteinzeitlicher Archäologie in Nordeuropa: das Ahrensburger Tunneltal beim Bahnübergang „Brauner Hirsch“.

Hier lebten vor etwa 12.000 bis 14.000 Jahren eiszeitliche Rentierjäger. Ihre Spuren wurden in den 1930er-Jahren von Alfred Rust entdeckt – und machten Ahrensburg zum Namensgeber der sogenannten Ahrensburger Kultur. Nie zuvor war der moderne Mensch (Homo sapiens) so weit in den Norden vorgedrungen.

Die Menschen lebten in einer rauen Umwelt mit kargem Bewuchs, eiszeitlichem Klima und wilden Tieren. Ihre Kultur ist mehr als dreimal so alt wie die Bauwerke von Pyramiden von Gizeh oder Stonehenge.

Spektakuläre Funde wie die ältesten Pfeile der Menschheitsgeschichte oder der „Stab von Poggenwisch“ zeugen noch heute von ihrer Existenz im Tunneltal.

Die etwa dreistündige Wanderung führt auf eine Zeitreise durch die Landschaft: von den Gletschern, die das Tunneltal formten, über die Welt der späteiszeitlichen Rentierjäger bis zu ihrer Entdeckung in den 1930er-Jahren. Steinzeitliche Werkzeuge und Jagdwaffen zum Anfassen und Ausprobieren lassen die Lebensweise der ersten Ahrensburger anschaulich werden.

Start- und Endpunkt: Fußgängerbrücke am P+R Parkplatz „Ahrensburg West“.   Dauer der Führung: ca. 2,5-3 Stunden.  Kosten: um Spenden wird gebeten. Anmeldung: kontakt@tunneltal.de

 


 22. April,  um 19 Uhr –   Stormarnsches Dorfmuseum Hoisdorf

Das Tunneltal und die Welt der Ahrensburger Rentierjäger

 Vortrag von Svenja Furken des Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal e.V. in Kooperation mit dem Stormarnschen Dorfmuseum Hoisdorf

Das Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal erstreckt sich über sieben Kilometer zwischen Hamburg-Rahlstedt und Ahrensburg. Die geologische Vielfalt des eiszeitlich geprägten Tales schafft eine außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen und Arten. Deshalb steht das Gebiet sowohl als Naturschutzgebiet als auch als Geotop unter Schutz.

International bekannt wurde das Tunneltal durch die Entdeckung eiszeitlicher Rentierjägerkulturen sowie der weltweit ältesten bekannten Pfeile der Menschheitsgeschichte. Dank der hervorragenden Erhaltungsbedingungen im Feuchtboden zählt es heute zu den wichtigsten Forschungsregionen zur Altsteinzeit in Nordeuropa und fungiert zugleich als einzigartiges „Klimaarchiv“ der letzten 15.000 Jahre.

Im Vortrag spannt Svenja Furken anhand von Fundstück-Repliken den Bogen von den Lebenswelten der Eiszeitjäger bis zu den aktuellen Bedrohungen des Tunneltals durch den geplanten viergleisigen Ausbau der Bahntrasse.

Anmeldung über:  info@museum-hoisdorf.de

Kosten: um Spenden wird gebeten