HAMBURG und mehr

WASSERPREISE bleiben stabil

Die Preise für die Trinkwasserversorgung sowie die Gebühren für die Abwasserentsorgung bleiben im kommenden Jahr 2020 konstant. Der Trinkwasserpreis von 1,77 Euro (zzgl. 7 Prozent MwSt.) pro Kubikmeter sowie die Grundpreise für die Wasserzähler bestehen unverändert.

 Die Abwassergebühren bleiben stabil bei 2,14 Euro pro Kubikmeter für die Schmutzwasserentsorgung und 0,74 pro Quadratmeter versiegelter Fläche für die Beseitigung von Niederschlagswasser. Das haben der Aufsichtsrat von HAMBURG WASSER und der Hamburger Senat beschlossen und  berücksichtigt in der Preis- und Gebührenkalkulation für das Jahr 2020 unter anderem die zu erwartende Zunahme der Bevölkerung. Das Unternehmen „HAMBURG WASSER“ geht bei gleichbleibenden Einzelverbräuchen insgesamt von einer höheren Wasserproduktion aus. Neben der Ausnutzung von Kostensenkungspotentialen wirkt sich dieser positive Effekt kompensierend aus auf voraussichtlich steigende Kosten für Sach- und Personalaufwendungen sowie Kapitalkosten aufgrund steigender Aufwendungen für Hoch- und Tiefbauleistungen. Zum 1. Januar 2020 war daher keine Anpassung der Preise und Gebühren notwendig.

 

Friedhof Ohlsdorf

Schranke soll Durchgangsverkehr reduzieren

Auf dem Ohlsdorfer Friedhof wird es künftig ruhiger: Nach einem Beschluss des Aufsichtsrates der Hamburger Friedhöfe zeichnet sich ein Schrankensystem für PKW auf der Mittelallee zwischen Ida-Ehre- und Kirschenallee ab, um die Durchgangsverkehre der Berufspendler wirksam zu reduzieren. Für Trauergäste und das Gewerbe am Friedhof gibt es Ausnahmen.

Umwelt-Staatsrat und Aufsichtsratsvorsitzender Hamburger Friedhöfe, Michael Pollmann: „Ein Friedhof soll ein Ort der Trauer, des Gedenkens und der Ruhe sein. Aus der Bürgerbeteiligung zur Zukunft des Friedhofs wissen wir, dass der eigentlich verbotene Durchgangsverkehr in Ohlsdorf für viele ein großes Ärgernis ist. Mit der Schranke, die eine Durchfahrt für Friedhofsbetriebe und Trauergäste ermöglicht, unterbinden wir den Durchgangsverkehr der Pendler wirksam. Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern sowie den umliegenden friedhofsbezogenen Betrieben zeigen mir, dass allgemein großes Verständnis dafür herrscht, wenn nun dieser Weg beschritten werden soll.“

Eine Genehmigung zum Öffnen der Schranke erhalten Vertreterinnen und Vertreter der Friedhofsgewerbe wie Bestattungs-, Gärtner und Steinmetz-Betriebe sowie die Angestellten des Friedhofs. Der HVV mit seinen Busverkehren wird ebenfalls weiter den gesamten Friedhof befahren können. Besucherinnen und Besucher von Trauerfeiern können für einen möglichst direkten Weg zur jeweiligen Kapelle über ein elektronisches Rufsystem die Schranke öffnen lassen. Die Schranken begrenzen Fußgängerinnen, Fußgänger und den Radverkehr nicht.

Hintergrund: 
Der Ohlsdorfer Friedhof liegt inmitten dichter Wohnbebauung, umgeben von stark befahren Straßen: Wellingsbütteler Landstraße, Wellingsbüttler Weg, Bramfelder Chaussee, Steilshooper Allee und Fuhlsbüttler Straße. Daher nutzen bisher viele Bürgerinnen und Bürger den Ohlsdorfer Friedhof als Abkürzung und durchfahren auf den Wegen von und zur Arbeit bzw. Wohnort die Friedhofsfläche. Das Durchfahren des Friedhofs ohne Aufenthalt ist jedoch nach §7, 2 (6) der Hamburger Bestattungsverordnung nicht gestattet.

Etwa 5.000 Pkw fahren jeden Tag über und durch den Ohlsdorfer Friedhof. Zwei Drittel der Fahrer nutzen nach einer Erhebung aus dem Jahr 2015 die Strecke nur als Abkürzung, ohne ein Grab zu besuchen. Spitzenbelastungen herrschen morgens von 9 bis 10 Uhr sowie nachmittags von 15.30 bis 18 Uhr.