Volksdorfer Zeitung Sommer 2017

Inhalt: 

DIALOG MIT BÜRGERN – Einladung zum Austausch – 27.Juni um 18 Uhr in der Räucherkate – 1.Volksdorfer „WHITE DINNER“ am 1. Juli von 16 bis 19 Uhr, Aus für Kundenzentrum? – 8.000 Unterschriften sagen „NEIN!“, Aufforderung zum Tanz, Kein Sommerloch in der Kate, Ferienprogramm in der Bücherhalle, Das 39.Stadtteilfest – Volksdorf feiert vom 1. bis 3.September, Der eine sucht – der andere hat:  Viele private Kleinanzeigen und viele mehr.

 

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VOLKSDORFER  ZEITUNG

Wir erklären Nachbarschaft und geben Orientierung

BÜRGER IM GESPRÄCH

Am Dienstag, 27.Juni, um 18 Uhr in der Räucherkate

Einladung zum Gespräch

Volksdorf ist beliebt. Es wird gebaut und verdichtet, Grundstückspreise explodieren. Man lebt gern hier, in den Walddörfern. Doch, damit alles verträglich bleibt, gilt es von Zeit zu Zeit innezuhalten und zu bewerten, was ist besser und was ist schlechter geworden. Wohin wollen wir uns entwickeln, welche Einschnitte gilt es zu verhindern.

Deshalb lädt der Bürgerverein Walddörfer am Dienstag, den 27.Juni, um 18 Uhr in die Räucherkate (Claus-Ferck-Straße 43) alle interessierten Bürger und Interessenvertreter zu einem offenen Gespräch, zu einem Meinungsaustausch, ein.

Wir wollen informieren, mit Ihnen die beabsichtigte Schließung des Kundenzentrums und mögliche Alternativen diskutieren, die Zukunft des Wochenmarktes bewerten, das Dilemma des P+R-Hauses beleuchten, uns fragen, wie wichtig die Einrichtung öffentlicher Toiletten im Dorf ist, welche Infrastrukturprobleme ergeben sich durch anhaltenden Bevölkerungszuwachs und alles, was Sie interessiert oder, was Ihnen auf der Seele liegt.

Wir freuen uns auf Sie und einen interessanten Abend!

„The Amazing Amalie-Allstars“

„I walk by faith“  

Amalie Mittsommer Gospelkonzert am 22. Juni um 19 Uhr

Begeisternder Gospel aus eigenem Hause: Am 22. Juni wird der Albertinen Mitarbeiter-Gospelchor das amalieForum am Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus mit mitreißenden Stimmen erfüllen. Bereits zum dritten Mal lädt das Albertinen-Diakoniewerk zu einem „Mittsommer Gospelkonzert“ nach Volksdorf ein. Im amalieForum erwartet das Publikum ein Hörgenuss, der Herzen erwärmt und zugleich für Gänsehaut sorgt. Angeleitet wird der Chor von Chorleiter Niels Schröder. In diesem Jahr erstmalig als Special Guest mit dabei: The Amazing Amalie-Allstars.

Der Albertinen Mitarbeiter-Gospelchor hat sich in seinem vierjährigen Bestehen bereits ein beträchtliches Repertoire erarbeitet und ist längst kein „Geheimtipp“ mehr. In diesem Frühjahr begeisterte der Chor die Zuhörer u.a. bei Auftritten im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu 110 Jahre Albertinen.

Die gut 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stammen aus den unterschiedlichsten Einrichtungen und Berufsgruppen des Albertinen-Diakoniewerks. Was sie eint ist die Liebe zum Gesang und das Publikum wird sofort spüren: Das wird ein Abend voller Spaß und Lebensfreude!

Das Konzert am 22. Juni beginnt um 19 Uhr im amalieForum des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhauses, Haselkamp 3.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Großes Festkonzert

40 Jahre Kirchenorchester Volksdorf 

 Zu seinem 40-jährigen Bestehen gibt das Kirchenorchester Volksdorf ein großes Festkonzert am Sonntag, 16. Juli 2017 um 18.00 Uhr in der Kirche am Rockenhof. Es wird ein attraktives Programm mit Musik bekannter und unbekannter Komponisten geboten. Den Rahmen bilden J. S. Bachs Sinfonia der Kantate „Wir müssen durch viel Trübsal“ und Joseph Haydns Sinfonie Nr. 24 D-Dur. Dazwischen erklingen ein Orgelkonzert von Georg Friedrich Händel, das Concerto in h-Moll für vier Violinen Solo und Streicher von Antonio Vivaldi, sowie Orchesterwerke von Georg Muffat und Evaristo Felice Dall’Abaco. Die Suite für Violine solo, Viola solo und Streichorchester des schwedischen Komponisten Kurt Magnus Atterberg rundet das Konzert ab.

 Das Kirchenorchester Volksdorf wurde im Jahre 1977 gegründet. Zunächst bestand seine Hauptaufgabe in der Begleitung der Kantorei bei kirchenmusikalischen Aufführungen. Allmählich aber wuchs der Wunsch, auch die selbständige Orchesterliteratur zu erarbeiten. So entstand ein Repertoire von Kantaten, Messen und Oratorien sowie Concerti grossi, Instrumentalkonzerten und Sinfonien des Barock und der Klassik bis hin zu Streichorchesterwerken der Romantik und der Klassischen Moderne.

Das Kirchenorchester Volksdorf ist regelmäßig in den Volksdorfer Kirchen in Kantatengottesdiensten, sowie Oratorien- und Sinfoniekonzerten zu hören. Es wird mitunter durch professionelle Bläser verstärkt.

 Für das Festkonzert am 16. Juli wurden mit Alexander Annegarn an der Orgel und Susanne Blessenohl an der Flöte zwei Solisten eingeladen, die in Volksdorf bestens bekannt sind. Als weitere Solisten und Dozenten, die mit dem Orchester das Konzertprogramm erarbeiten werden, konnten Gerd-Uwe Klein (Violinist beim Freiburger Barockorchester) und Gerhard Dierig (Bratschist beim Kölner Gürzenichorchester) gewonnen werden.

 Es dirigiert Timo Rinke, Organist, Chor- und Orchesterleiter der Ev. Kirchengemeinde Hamburg Volksdorf.

Eintritt 15,– Euro bei freier Platzwahl; Karten an der Abendkasse

Nach dem Konzert gibt es einen Empfang auf dem Gelände der Kirchengemeinde, je nach Wetter draußen oder drinnen.

Willkommen im Ideenreich

Kunstausstellung in Volksdorf

„Die Idee zu einer Ausstellung ist beim Aktivoli Marktplatz 2016 entstanden. Hier kommen Hamburger Unternehmen und gemeinnützige Organisationen ins Gespräch und vereinbaren gemeinsame Projekte“, beschreibt Christina Sittig-Schubert, Freiwilligenmanagement und sozialräumliche Projekte beim BHH Sozialkontor.

Unter dem Motto: „Ideenreich“, präsentiert die Künstlergruppe „kunterbunt“ des Haus Trillup ihre neuen Werke. Die 18 Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung bringen in ihren farbenfrohen Werken Gefühle und Träume zum Ausdruck.  „Mit welcher Ausdauer, Konzentration, Freude und mit welchem Ideenreichtum hier Kunst entsteht, ist einmalig“, freuen sich Doris Ahlers und Christa Wethkamp. Seit fünf Jahren begleiten die Pädagoginnen die Künstlergruppe.

Die Künstlerinnen und Künstler eröffnen gemeinsam mit Doris Ahlers und Christa Wethkamp, Leiterinnen der Kunstgruppe, und Maik Budich, Filialleiter in Volksdorf, die Ausstellung.

Vom 11. bis zum 22.Juli – immer Mo-Fr, 9.30-18 Uhr und Samstag von 9.30-13 Uhr – können kann die Ausstellung bei der HASPA – im Alten Dorfe – besichtigt werden.

Das BHH Sozialkontor bietet vielfältige Wohn- und Unterstützungsangebote für über 800 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen im Großraum Hamburg. Im Haus Trillup leben 40 Menschen mit geistiger Behinderung. Sie erhalten individuelle Assistenz, um ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich zu gestalten.

SOMMER – VOLKSMARKT

Am Sonntag den 9. Juli von 9 bis 16 Uhr findet auf dem Volksdorfer Marktplatz der Sommer-VOLKSMARKT statt.

Kinderstandplätze, 1 Meter für Kinder bis 13 einschließlich,
können auf der 19. Zukunftsmeile am Sonnabend den 8. Juli in der „Weißen Rose“ am Postillion kostenlos von 9:00 bis 13:00 reserviert werden.

Teilnehmer der Zukunftsmeile sind vor Ort und gesprächsbereit wie folgt:
Aktivoli, ADFC, Agenda21/2030-Büro Volksdorf/WALDGEIST als Veranstalter mit der Kinderplatzverteilung für den VM, AK Weiße Rose „Das Gedenken erhalten, das Gedenken erneuern“, ATTAC Walddörfer, Bündnis 90/ Die Grünen, Bücherhalle Volksdorf mit einer eigenen AUSSTELLUNG zur NACHHALTIGKEIT, BUND, CDU, Das Notwendige Seminar, Die Kate, Freundeskreis für Asylbewerber e.V., HLKV – Hamburger Landschafts-Klimaschutzverband, Die Linke, Interessengemeinschaft „Volksdorfer Wochenmarkt“, SPD, Verein für Altenhilfe, Unterschrifteninitiative für den Erhalt eines Bürgerbüros in Volksdorf „Wir knacken die 10.000!“, Verein für integratives Wohnen mit einem tollen Angebot seltener heimischer Gartenpflanzen.

Was  passiert mit St. Gabriel?

Noch immer ist die Zukunft der Kirche St. Gabriel und des Grundstücks am Sorenremen 16 in Volksdorf ungewiss. 

Erklärung des Kirchengemeinderats der ev. Kirchengemeinde Hamburg Volksdorf:

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Kirchengemeinderat (KGR) beschlossen, die Kirche müsse wegen eines erheblichen finanziellen Defizits der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf und wegen ständiger Mitgliederverluste aufgegeben werden. Dieser Beschluss wurde später mit einem Moratorium bis zum Jahresende 2017 ausgesetzt. Damit sollte die Chance eröffnet werden, die Kirche St. Gabriel doch als Gotteshaus zu erhalten, ohne dass der Gemeindehaushalt belastet wird.

Ein Fachausschuss wurde gebildet, dem Mitglieder des KGR und des Fördervereins St. Gabriel angehören. Der Fachausschuss wird von einer Moderatorin begleitet und hat am 3. April 2017 seine Arbeit aufgenommen. Bis zum 12. Juli diesen Jahres waren insgesamt sechs Sitzungen angesetzt. Danach sollen KGR und Vorstand des Fördervereins St. Gabriel auf einer gemeinsamen Sitzung einen ersten Zwischenbericht erhalten. Das versetzt den Kirchengemeinderat als Leitungsgremium der Kirchengemeinde Volksdorf in die Lage, noch in diesem Sommer über weitere Schritte zu entscheiden. Für kommenden Herbst ist eine Gemeindeversammlung zu dem Thema St. Gabriel geplant.

Nähere Informationen zu diesem Thema können Sie bei Interesse auch auf der Website der Kirchengemeinde www.kirche-in-volksdorf.de finden.

gez. Kirchengemeinderat der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf

 

Bücher-Flohmarkt

In der Zeit vom 11. bis 22.Juli … 

….veranstaltet das Team der Bücherhalle Volksdorf einen großen Bücher-Flohmarkt. Angeboten wird eine breite Auswahl ausgemusterter und gespendeter Bücher aus den unterschiedlichsten Bereichen (Romane, Sach- und Fachbücher, Kinder- und Jugendbücher).

Der Flohmarkt findet während der Öffnungszeiten der Bücherhalle Volksdorf statt.

Preise
Taschenbücher: 2 Stück 1,00 Euro

Gebundene Bücher: pro Titel 1,00 Euro

CDs: pro Titel 1,00 Euro

Der „Dialog mit Bürgern“

Ein informativer Abend

Von Michael Suhr

Rund 60 Interessierte fanden sich am vergangenen Dienstag (27.06.17) um 18:00 Uhr in der Räucherkate ein, um an einem Abend unter der Überschrift „Dialog mit Bürgern“ teilzunehmen, zu dem der Bürgerverein Walddörfer eingeladen hatte.

Manfred Heinz, der Vorsitzenden des Vereins, begrüßte die Gäste und sprach dabei auch schon gleich einige der Themen an, die viele Volksdorfer zurzeit bewegen: Verdichtung durch engere Bebauung, Fahrradverkehr im Ortskern, und natürlich das Thema, das im Moment hohe Wellen schlägt: Die Schließung des „Kundenzentrums“.

Dieses Thema beherrschte auch gleich die erste Diskussion. Über 8.000 Bürger haben sich derweil gegen die Schließung der gut erreichbaren Einrichtung direkt am Volksdorfer U-Bahnhof durch ihren Eintrag in Unterschriftenlisten ausgesprochen, was allerdings von Seiten der Politik, die schon ein Bürgerbegehren zu diesem Thema unterbunden hatte, mehr oder weniger komplett ignoriert wird. Thilo Kleibauer, CDU-Bürgerschaftsabgeordnete für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer), der als einziger der regionalen Volksvertreter der Einladung zu diesem Abend gefolgt war, erklärte den Anwesenden den Zusammenhang zwischen der Stadt (dem Bezirk) als Mieter der Räume und der Sprinkenhof AG (die der Stadt Hamburg gehört) als Vermieter („linke Tasche – rechte Tasche“). „Gemeinschaft kommt auch durch Unterschriftensammlungen zustande, machen Sie weiter, machen Sie Druck“, bestärkte Niels Hanßen, ehemals selbst aktiv als Regionalpolitiker tätig und Ansprechpartner des „Initiativen – Netzwerk Runder Tisch Walddörfer“. Woraufhin der Mitinitiator des nicht zugelassenen Bürgerbegehrens und der Unterschriftensammlung gegen die Schließung des „Kundenzentrums“, Manfred Heinz, seiner Zuversicht Ausdruck gab mit den Worten „Ich vertraue darauf, dass sich die Politik bewegt“.

Anschließend sprach Heinz, der den Abend moderierte und sich erneut durch seine umfangreichen Kenntnisse bezüglich dessen auszeichnete, was in Volksdorf geschieht, das Thema Wochenmarkt am Mittwoch an. Er hätte sich kurz zuvor noch mit Malte Jahn, dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Volksdorfer Wochenmarkt unterhalten. „Der Markt am Sonnabend läuft gut“, so der derzeitige Stand, aber am Mittwoch würde es sich für viele der Markbeschicker nicht lohnen überhaupt die Stände aufzubauen. Insbesondere, da die Mieten, die die Händler an die Stadt zahlen müssen, die gleiche Höhe hätten, wie am Sonnabend. „Die Stadt erhöht die Gebühren, tut aber nichts zur Erhaltung und Aufwertung der Marktfläche, zum Beispiel für die Stromversorgung und die Beleuchtung“. Der ebenfalls anwesende Siegfried Stockhecke, der u.a. den weit über die Grenzen von Volksdorf hinaus bekannten VOLKSMART veranstaltet (nächster Termin: am Sonntag, dem 9. Juli, im Rahmen der ebenfalls durch Stockhecke veranstalteten „14. Volksdorfer Kulturtage zur Nachhaltigkeit“, die mit einem umfangreichen Programm und vielen Veranstaltungen die ganze nächste Woche stattfinden) fügte zum Thema Marktfläche an: „Die Malaise mit der Stromversorgung auf der Marktfläche besteht nun schon seit 20 Jahren. Man hat zurzeit fast das Gefühl, dass man feindlich behandelt wird, wenn man Forderungen an die Behörde stellt“.

Im Rahmen der wachsenden Einwohnerzahl in Volksdorf (derzeit sind es Schätzungen zufolge wohl rund 21.000), der damit verbundenen Bauverdichtung und dem Kampf um den Erhalt der Grünflachen kam die Frage auf „warum muss Hamburg überhaupt noch immer weiter wachsen“. Eine Frage, die sich offensichtlich viele der Anwesenden stellten, auf die aber keiner eine Antwort hatte.

Ein weiteres Thema war das kommende Stadtteilfest. Manfred Heinz, der diese Volksdorfer Großveranstaltung in den letzten Jahren organisiert und in den vergangenen zwei Jahren auch persönlich finanziell getragen hatte, teilte den Anwesenden mit, dass das Stadtteilfest, trotz der erheblich gestiegenen Auflagen seitens der Behörden, auch in diesem Jahr wieder stattfinden wird. Als „offizieller“ Veranstalter tritt der Bürgerverein Walddörfer auf, organisiert wird das 39. Volksdorfer Stadtteilfest jedoch von Dr. Jens Eickmeier und seinem Team. Im Unterschied zu den Festen der letzten Jahre wird es in diesem Jahr nur eine große Bühne geben. Wie schon im letzten Jahr gibt es auch keinen Partytruck. Sonst bleibt (fast) alles so wie gehabt mit Laternenumzug und großem Feuerwerk am Freitag, der Vereinsmeile am Sonnabendvormittag, dem Open-Air-Kino am Samstagabend und dem Fahrradrennen am Sonntag. Eröffnet wird die Veranstaltung am Freitagnachmittag voraussichtlich von Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch, der übrigens Anfang des Jahres im Museumsdorf vom Verein De Spieker, anlässlich des Waldherrenmahles, zum diesjährigen Waldherren ernannt wurde.

Angesprochen wurde auch die Thematik „verkaufsoffene Sonntage“. Diese dürfen nur noch durchgeführt werden, wenn gleichzeitig eine „wichtige kulturelle Veranstaltung“ stattfindet. Die Folge: In Volksdorf wird es (zumindest in diesem Jahr) keine Sonntagsöffnung der Geschäfte geben.

Es folgten Volksdorfer „Dauerbrenner“, die schon über Jahre, zum Teil über Jahrzehnte, für Diskussionsstoff sorgen: Die P+R-Häuser an den U-Bahnhöfen Volksdorf und Meiendorf werden seit der Gebührenpflicht nur noch von wenigen angenommen, dafür ist die Umgebung vollgeparkt; der Verkehr im Ortskern hat sehr stark zugenommen, u.a. auch durch diejenigen, die mehrfach um den Block fahren, um einen der begehrten Parkplätze zu ergattern, deren Anzahl durch die inzwischen vier so gut wie nie genutzten Plätze, an denen die Elektroautos aufgetankt werden können, noch verringert wurde. Ebenso durch die Abtrennung von ehemals der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Parkplätzen mittels Schranken (zum Beispiel vor dem jetzigen Standort der Post/Postbank). Auch dass es nach rund 30-jährigen Bemühen immer noch nicht gelungen ist, eine öffentliche Toilette im Ortskern aufzustellen, wurde angesprochen.

Das Thema „öffentliche Toilette“ wird noch brisanter durch die Verlegung der Bücherhalle, die immerhin in den vergangenen Jahren eine solche zur Verfügung stellte, wenngleich das wohl nur wenigen bekannt war. Die Verlegung in „Unser Viertel“ (ehemals Eulenkrug-Passage) wird aber von vielen auch aus anderen Gründen skeptisch betrachtet. Schon der Umzug der Post brachte zum Teil erhebliche Umsatzeinbußen für die Geschäfte in der Weißen Rose. Dieses, so die Befürchtung, werde noch verstärkt, wenn nun auch noch die sehr gut frequentierte Bücherhalle diesen Standort verlässt. Auch wird bezweifelt, dass die Bücherhalle am neuen Standort, der sich zudem noch erheblich weiter entfernt vom U-Bahnhof Volksdorf befindet, weiterhin so gut angenommen wird. Eine Befürchtung, die auch Thilo Kleibauer teilt: „Eine vorherige Rückkopplung mit dem Stadtteil wäre vor der Entscheidung zur Verlegung sinnvoll gewesen“.

Weitere Themen des Abends vor dessen Ende gegen 20:00 Uhr waren die Schaffung von öffentlichem Raum für Jugendliche, Ehrenamtstätigkeit, die Perspektive des Bürgervereins Walddörfer und der Erhalt von St. Gabriel.

Wie das Leben unsere Gene prägt


Das Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus lädt herzlich ein zu einer besonderen Veranstaltung im Rahmen der Reihe „MedizinKompakt“:

Am 5. Juli sprechen der Wissenschaftspublizist und Bestsellerautor Dr. Peter Spork („Gesundheit ist kein Zufall“, www.peter-spork.de) sowie Dr. Wolf Lütje, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus, über das Thema:

„Wie das Leben unsere Gene prägt – warum die Epigenetik unseren Blick auf die Gesundheit verändert“.

Der Text der Gene prägt unser Leben –  dieses Wissen zählt heute zur Allgemeinbildung. Weit weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass auch das Umgekehrte passiert: Die Art und Weise, wie wir unser Leben führen, hat Einfluss auf die Regulation unserer Gene. Epigenetik nennt sich das relativ junge Fachgebiet in der Biologie, in dessen Rahmen Änderungen der Genaktivität erforscht werden, die nicht auf Mutation beruhen und trotzdem gespeichert und an Tochterzellen weitergegeben werden. Erkenntnisse der Epigenetik führen zu einem anderen Blick auf unsere Gesundheit: „Gesundheit ist ein Mehrgenerationenprojekt, wir haben unsere Gesundheit und auch die unserer Kinder und Enkelkinder selbst in der Hand! Wir werden nicht gesund oder krank geboren. Gesundheit ist kein Zustand sondern ein andauernder Prozess. Sogar die Erfahrungen der Eltern und Großeltern, deren Ernährungsgewohnheiten oder seelische Belastungen sind molekularbiologisch gespeichert. Besonders wichtig sind zudem die Erlebnisse aus dem Mutterleib und dem ersten Jahr nach der Geburt“, so Spork.

Die vorgeburtliche und frühkindliche Prägung beeinflusst beispielsweise die Veranlagung zu Übergewicht oder Stresskrankheiten aller Art. Dr. Lütje: „Eine besonders wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Ernährung und ein womöglich ungesund hohes und anhaltendes Stressniveau der Mutter während der Schwangerschaft und des Kindes in der ersten Zeit nach der Geburt. Epigenetische Weichenstellungen brennen sich jetzt tief in die Biochemie der Zellen ein und erhöhen im ungünstigen Fall zeitlebens das Risiko für zum Beispiel Diabetes und Übergewicht, Herzinfarkt, Depression, Sucht- und Angsterkrankungen.“ Eine vorausschauende Gesundheitspolitik sollte sich zunehmend um die Aufklärung und Entlastung werdender Eltern kümmern. Das käme erwiesenermaßen der folgenden Generation zugute und vielleicht sogar Kindern, die erst Jahrzehnte später geboren werden, so beide Referenten.

 Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 5, Juli,  um 18 Uhr im „amalieFORUM“ des Ev. Amalie Sieveking-Krankenhauses, Haselkamp 33

Im Anschluss besteht Gelegenheit, mit den Experten bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch zu kommen. Ebenso besteht die Möglichkeit zur Buchsignierung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Eight Days A Week in der „KORALLE“

Das KORALLE KINO feiert seinen 15. Geburtstag und lädt alle Volksdorfer ein für Sonntag, 9.Juli um 18:00 Uhr zur musikalischen

„BEATLES-SHOW“ mit Stefanie Hempel

Danach der Film:

„THE BEATLES  – Eight Days  A Week –  The Touring Years“ (OmU)

Der Eintritt ist frei

Neues Naturschutzgebiet

Das voraussichtlich über 40 Hektar große Gebiet, das im Bereich „Vörn Barkholt“ beginnt, sich dann Richtung Landesgrenze verbreitert und an das dortige Naturschutzgebiet Heidkoppelmoor anschließt, wird den Namen „Naturschutzgebiet Duvenwischen“ erhalten.
Die entsprechende Drucksache zur NSG-Ausweisung ist in Vorbereitung. Zum einen liegt eine Biotopbewertung der Flächen aus der aktuellen Biotopkartierung vor, die den größten Teil der begutachteten Flächen mit einer Bewertung von 8 „Hochgradig wertvoll“ oder 7 „Besonders wertvoll“ auszeichnet.  Als Grundlage für eine mögliche Ausweisung des Gebietes als NSG wurde im Jahr 2016 zum anderen erstmals eine vollständige Grundinventarisierung ausgewählter Tiergruppen (Libellen, Eintags-, Stein- & Köcherfliegen, Heuschrecken, Stechimmen, Schmetterlinge, Käfer, Amphibien, Reptilien, Vögel und Fledermäuse) von der Universität Hamburg vorgenommen; das Gutachten liegt mittlerweile vor.
Danach konnten 825 (!) Tierarten in dem Gebiet nachgewiesen werden, 83 Arten davon in der deutschlandweiten sog. „Roten Liste“, 163 in der norddeutschen sog. „Roten Liste“. Die vergleichsweise hohen Artenzahlen, die in vielen der untersuchten Tiergruppen ermittelt wurden, weisen auf den großen Strukturreichtum und eine außergewöhnliche Biotopvielfalt auf kleinem Raum hin. Die unterschiedlichen Biotoptypen sind hierbei eng miteinander verzahnt und verteilen sich gleichmäßig auf das Untersuchungsgebiet, dem somit eine wichtige Verbundfunktion im länderübergreifenden Biotopverbund mit dem schleswig-holsteinischen NSG „Heidkoppelmoor und Umgebung“ zukommt, so das Ergebnis. Die Ausweisung des Areals „Duvenwischen“ als Naturschutzgebiet wird auf Grundlage des ermittelten faunistischen Grundinventars von den Gutachtern ausdrücklich empfohlen – was von allen Beteiligten positiv aufgenommen wurde.
Andreas Dressel (SPD) auf einer Info-Radtour vor wenigen Tagen: „Die Ausweisung des Naturschutzgebiets ist richtig und wichtig, davon konnten wir uns vor Ort überzeugen. Ein großer Schritt für den Naturschutz in den Walddörfern – der auch manchen Kritiker überzeugen dürfte. Diese Maßnahme reiht sich ein in mehrere Naturschutzerweiterungen in den Walddörfern seit unserem Regierungsantritt 2011: Die deutlichen Erweiterungen der NSG Wohldorfer Wald und Rodenbeker Quellental und die Ausweisung des Naturdenkmals Kiebitzmoor. Mit diesen und anderen Maßnahmen werden wir bald 10% der Landesfläche unter Naturschutz haben – ein bundesweiter Rekordwert!“

Straße Mellenbergweg – Das kostet Geld

Das Bezirksamt Wandsbek plant die erstmalige endgültige Herstellung der Straße Mellenbergweg zwischen Rehblöcken und Langfeld und möchte allen interessierten Anliegerinnen und Anliegern im Rahmen einer Anliegerinformationsveranstaltung den Stand und Verlauf der Planung präsentieren. Die Veranstaltung findet statt am

Dienstag, dem 4. Juli 2017, um 18.00 Uhr,

in der Aula der Stadtteilschule  Walddörfer, Ahrensburger Weg 30

Neben der Information über den Planungsstand ist das Ziel der Veranstaltung, die Planungen gemeinsam zu erörtern und Fragen zu beantworten.

Vor dem Hintergrund, dass nach Ausbau dieser Straße Erschließungsbeiträge erhoben werden, ist es dem Bezirksamt sehr wichtig, ein hohes Maß an Akzeptanz bei der Anliegerschaft zu erzielen.